Wanzeraner regt die Sanierung des Mahnmals für die Opfer des Faschismus in Seehausen an

Linker will „Zeitzeugen“ aufpolieren

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Bernd Kloss regt die Sanierung des Mahnmals für die Opfer des Faschismus im Seehäuser Schillerhain an.

Seehausen. Der Zahn der Zeit hat am Denkmal für die Opfer des Faschismus im Seehäuser Schillerhain im Laufe der Jahrzehnte erheblich genagt.

Bernd Kloss aus Wanzer, führender Kopf des Gesprächskreises „Seehausen links“ und Mitglied im Verbandsgemeinderat Seehausen, ergreift die Initiative und möchte das Mahnmal auf Vordermann bringen.

In einem Schreiben wandte er sich jüngst an Seehausens Stadtoberhaupt Detlef Neumann, der das Schriftstück kopierte und den Abgeordneten des wischestädtischen Stadtrates als Tischvorlage überreichte. Kloss möchte anregen, dass zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai des nächsten Jahres das Mahnmal für die Opfer des Faschismus im Schillerhain der Hansestadt baulich saniert werde. Im Laufe der Zeit seien Schäden entstanden, die fachlich geprüft werden müssten, damit dann die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können, schreibt der Wanzeraner und fügt hinzu: „Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie gemeinsam mit der Verwaltung und dem Stadtrat die entsprechenden Schritte in die Wege leiten. Ich werde nach Kräften die Sanierung unterstützen und bin mir sicher, dass dies auch vielen anderen Bürgern aus Seehausen am Herzen liegt.“

Der Stadtrat und Detlef Neumann haben sich positiv zum Ansinnen geäußert. Der Bürgermeister: „Das Mahnmal ist ein Zeitzeuge der Geschichte. Allerdings muss noch die Finanzierung geklärt werden, so dass die Sanierungsarbeiten im Frühjahr in Angriff genommen werden können“, so Neumann auf AZ-Nachfrage.

Bernd Kloss wünscht sich am 8. Mai des nächsten Jahres eine öffentliche Veranstaltung am Mahnmal.

Von Thomas Westermann

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