Mehrere Generationen sollen bei Projekt in Kita „Wirbelwind“ zusammengeführt werden

Leben wie in einer Großfamilie

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In der Geestgottberger Kindertagesstätte „Wirbelwind“ soll ein Konzept hinsichtlich des demografischen Wandels greifen. Diese Mädchen und Jungen könnten dann von dem Wissen der Erwachsenen besonders profitieren. Kita-Leiterin Petra Olschewski wünscht sich ein „Leben wie in einer früheren Großfamilie“.

Geestgottberg. Alt und Jung sollen künftig in den Räumlichkeiten der Geestgottberger Kindertagesstätte „Wirbelwind“ zusammengeführt werden. Diesbezüglich gibt es ein Konzept zum Demografie-Wandel. Für die Umgestaltung von Räumlichkeiten wird Geld benötigt.

Doch der von der Verbandsgemeinde Seehausen als Träger der Kita gestellte Antrag soll auf gutem Wege sein. Allerdings erwarte der Geldgeber noch eine weitere Zuarbeit seitens der Verwaltung, wie gestern von Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth auf AZ-Anfrage zu erfahren war. Die Geamtkosten belaufen sich auf etwa 64 000 Euro bei einer 80-prozentigen Förderung.

Die Idee dazu hatte Einrichtungsleiterin Petra Olschewski und ihre Mitstreiterinnen schon vor längerer Zeit, doch bis zur Umsetzung musste noch eine Menge Wasser den Aland herabfließen. Dabei macht sie deutlich, dass es sich beim Konzept um kein Mehrgenerationenhaus handele, vielmehr seien Projekte während der Öffnungszeiten vorgesehen. Die können von einem Tag über eine Woche oder bis gar einen Monat reichen. Mit ins Boot geholt werden sollen auch die örtlichen Vereine und jene aus den Nachbarorten wie Losenrade und Wahrenberg. Dabei ist auch an die Feuerwehren gedacht. „Die jüngeren Leute haben gute Kontakte zueinander“, weiß Petra Olschewski. Beispielsweise brenne im Storchendorf jemand darauf, den Mädchen und Jungen etwas über die Imkerei zu erzählen. Die Kita-Leiterin könnte sich auch vorstellen, wenn ältere Menschen etwas über die Verwertung von einheimischem Obst berichten und das in der Küche praxisnah praktizieren. Männer könnten zudem handwerkliche Dinge vermitteln. Kontakte wurden in der Vergangenheit zu Ergotherapeuten geknüpft. Auch das Erzählen von Geschichten aus alten Zeiten findet die Einrichtungsleiterin spannend. Die Geestgottbergerin wünscht sich eine Atmosphäre, wie sie in früheren Zeiten in einer Großfamilie selbstverständlich war. Mehrere Generationen können voneinander lernen und voneinander profitieren. Olschewski spricht von einem „familiären und sozialen Zusammenhalt“.

Doch bevor das Projekt zum demografischen Wandel in Angriff genommen werden kann, machen sich die bereits erwähnten Umbauarbeiten erforderlich. Ein Raum soll unter anderem mit Computer und anderen Dingen ausgestattet werden. Und auch die Küche wird so hergerichtet, dass die Kinder am Kochgeschehen teilhaben können.

Von Thomas Westermann

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