Landrat Wulfänger: „Zeit ist Geld“

A 14-Befürworter treffen sich auf Elbbrücke der Bundesstraße 189

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Auf der Elbebrücke demonstrierten A14-Befürworter aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg für den schnellen Lückenschluss. Bei der Aktion kam der Verkehr zwischenzeitlich komplett zum Erliegen.

Geestgottberg. Das hat es noch nicht gegeben. Am Sonnabend demonstrierten Befürworter aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit einem Fahrzeugkonvoi für die schnellstmögliche Umsetzung des Lückenschlusses der A 14 zwischen Magdeburg und Schwerin.

Mehr als 100 Lkw aus beiden Bundesländern trafen sich auf der Elbebrücke bei Wittenberge und legten zeitweise den Verkehr auf der B 189 lahm.

Organisiert hatten die Veranstaltung die Industrie- und Handelskammern (IHK) Potsdam und Magdeburg sowie die Landesverbände des Verkehrsgewerbes beider Bundesländer. Unter die Demonstranten hatten sich zahlreiche Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker von CDU und SPD gemischt.

Salzwedels Landrat Michael Ziche verwies darauf, dass eine gute Verkehrsanbindung nicht nur neue Investoren lockt, sondern den bestehenden Betrieben bessere Standortbedingungen biete. „Das größte autobahnfreie Gebiet Deutschlands zu sein, ist kein Segen“, bestätigte sein Stendaler Kollege Carsten Wulfänger. Er erinnerte an die vielen Beschäftigten, die täglich zwischen Stendal und Magdeburg oder Wittenberge pendeln und auf der Bundesstraße  189 oft nur schleppend vorankommen. „Zeit ist Geld“, so der Landrat.

Das gilt auch für den Bau. Sachsen-Anhalts Verkehrsstaatssekretär Klaus Klang versicherte, dass intensiv an den Unterlagen für die Strecken gearbeitet wird. Dabei gehe es darum, die Planungen möglichst gerichtsfest zu machen. Bisher ist erst ein fünf Kilometer langer A 14-Abschnitt bei Colbitz in Betrieb. Umweltschützer haben mit Klagen den Weiterbau bisher verhindert. Jeder Tag Verzögerung verursache erhebliche Kosten, so der Staatssekretär.

Magdeburgs IHK-Vizepräsident Adolf Fehse appellierte an die Umweltschutzorganisation BUND, die Blockadehaltung aufzugeben und forderte die Verantwortlichen auf, gemeinsam für die Menschen und die Umwelt an einem Strang zu ziehen. „Wir brauchen den A14- und A39-Lückenschluss mit Querverbindung über eine neue B 190 jetzt“, so der Unternehmer aus Klötze.

Von Christian Wohlt

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