„Kultur in der Pampa“

Seehausen: Sommertanznacht der Kunst- und Trödelmarktweiber

+
Zylinder unter der Haube und ein Zylinder auf dem Kopf. Bernd Fischer brachte passend zum Hut seinen Ford „Model A“ mit zum Ball.

Seehausen. „Hüte wollen getragen sein, ob Hüte groß, ob Hüte klein. “ Es ist meist bedeutend, was man im Kopf hat. Bei den Kunst- und Trödelmarktweibern ging es am Sonnabend in der Salzkirche Seehausen aber auch darum, was auf dem Haupt getragen wird.

Die dritte Sommertanznacht, auch bekannt als „Hutball“ ging am jüngsten Wochenende über die Bühne, Hut ab vor den Veranstaltern. Bereits vor dem Portal der Salzkirche zeigte sich die Begeisterung der Gäste für Details, wenn es darum geht, sich zu verkleiden, einmal in eine neue Rolle zu schlüpfen. Bernd Fischer, ein Herr mit Zylinder auf dem Haupt, war auf besonderen vier Rädern angereist. Im gepflegten Lack seines Ford „Model A“ aus dem Jahr 1930 konnten die Damen noch einmal spiegelnderweise schauen, ob die Hüte auch richtig saßen. Besonders die Variante „Strohhut“ schien an diesem Abend in den verschiedensten Formen beliebt gewesen zu sein. Dass es nicht auf die Größe der Kopfbedeckung ankommt, zeigte einer der insgesamt rund 80 Gäste. Der Fingerhut saß perfekt auf seinem Kopf. Wobei andere Herren bei noch warmen Temperaturen bereits ihre Hüte vom Schopf in die Hand überführt hatten.

„Wenn wir was machen, dann wird das immer witzig“, sagte Franka Rosenkranz im Gespräch mit der AZ. Im Rhythmus von zwei Jahren soll es den Rosenball auch weiterhin geben und damit ein „Stück Kultur in die Pampa“ gebracht werden, sagte sie mit Augenzwinkern.

Sketche, Tänze – begleitet durch die Band Dreyfuß – sowie das ein oder andere Gespräch, welches sich vielleicht nicht um das Thema „Hut“ drehte, sorgten für einen kurzweiligen Abend in der Salzkirche Seehausen.

Von Alexander Postolache

Kommentare