„Schwalbenfreunde Altmark“ starten Ausfahrt auf „Straße der Jugend“

Kultroller in Formation gebracht

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An der FDJ-Kreuzung wurde Aufstellung genommen. Kurzzeitige Beeinträchtigungen des rollenden Verkehrs nahmen die Kraftfahrer freundlich auf.

Seehausen. Dieser Roller besitzt nicht nur in Deutschland Kultstatus, sondern weltweit. In unserer Region gibt es eine lose Vereinigung von Liebhabern dieses zuverlässigen Gefährtes. Sie nennen sich „Schwalbenfreunde Altmark“.

Ihr Logo auf den T-Shirts wurde im letzten Jahr von Laura Kossbau aus Wahrenberg entworfen. Nun trafen sich 18 Schwalbenbesitzer aus Aulosen, Wahrenberg, Geestgottberg, Losenrade, Beuster, Losse und Hamburg an der symbolträchtigen „FDJ-Kreuzung“, an der es von der alten B 189 nach Esack /Beuster geht. An dieser Kreuzung wurde bei den Straßenbaumaßnahmen im Rahmen der Wische-Aktion (1958-1960) das Emblem der Freien Deutschen Jugend und der Schriftzug „Strasse der Jugend“ mit Granitsteinen eingelassen.

Schon im vergangenen Jahr hatten die Jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen eine Fahrt zum ersten Prignitzer Simson-Treffen gestartet. In diesem Jahr erfolgte nun die Neuauflage zu diesem Treffen in Burow, welches zwischen Putlitz und Karstädt liegt. Nachdem sich alle begrüßt hatten und das Startfoto gemacht wurde, konnte die Fahrt in Richtung der B 189 mit der nun endlich freien Fahrt an Wittenberge vorbei beginnen. Zum Fotografieren kam auch ein Bauunternehmer aus Beuster, der seinen Hublader mitbrachte und aus einer maximalen Höhe von 16 Metern seine Kamera auf den versammelten Schwalbenpulk richtete. Die Schwalbenfreunde wollen sich bei den beiden Organisatoren Christian Hiller und Martin Kienert bedanken.

Die „Schwalbe“ gehörte auf den Straßen der DDR zum täglichen Bild, zumal es der erste Kleinroller war, der im Soziusbetrieb gefahren werden durfte und die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern in der Stunde auch ohne Tuning erreichte. Vor 52 Jahren rollte die erste Schwalbe von den Bändern in Suhl und zeigte in der fast 30-jährigen Bauzeit vielfältige Veränderungen, die sich aber nicht im optischen Erscheinungsbild äußerten.

So gab es damals zum Beispiel auch das Sondermodell KR51/1 S mit automatischer Kupplung. Das für 1972/73 geplante Modell mit Getriebeautomatik lief allerdings wegen fehlender Investitionen nie vom Band.

Von Walter Schaffer

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