Leukämie: Seehäuser wollen ihrem Enkel in Jena helfen und suchen Spender

Krebskranker Fredrik hofft auf Mamas alte Heimat

Fredrik liebt Indianer, Ritter, Piraten, Drachen und alles, was viel Kraft zum Kämpfen und keine Angst hat. Der stärkste und tapferste Kämpfer sei aber Fredrik selbst, meint seine Familie. Foto: privat

Seehausen / Jena. „Unser Enkel soll leben, er ist doch noch so jung“, fleht Christina Becker. Der fünfjährige Fredrik ist an Leukämie erkrankt und liegt in einem Krankenhaus in Jena. Die Großeltern versuchen, von Seehausen aus zu helfen.

Ihr Enkel braucht dringend eine Knochenmarkspende. Die Ärzte verbinden mit dem Aufruf in der Altmark die große Hoffnung, in der angestammten Heimat der Familie geeignete Stammzellen für den Jungen zu finden. „Wir wünschen uns sehnsüchtig einen Spender. Unser kleiner Indianer und sein großen Bruder Gregor haben doch noch so viel vor“, sagt die Wischestädterin gegenüber der AZ.

Fredrik erkrankte mit drei Jahren an Blutkrebs. Tapfer meisterte er die Chemotherapie und weitere Behandlungen. Nach einigen Monaten schien alles überstanden, der Junge wurde als geheilt entlassen. Fredrik konnte wieder wie ein normales Kind toben und die Tagesstätte besuchen. Er lernte Fahrrad fahren und probierte alle Rutschen und Seilbahnen auf den Spielplätzen aus. Jeden Tag war er mindestens einmal Winnetou und zeigte, wie furchtlos er ist. Nun ist die Krankheit zurück und diesmal mit ihr die traurige Gewissheit, dass nur eine Stammzellenspende ihn retten kann.

„Fredrik ist ein absoluter Kämpfer, der Tapferste von uns allen, vielleicht auch, weil er noch nicht ganz um die Schwere der Krankheit weiß“, meint die Großmutter. Ihre Tochter Bettina habe die altmärkische Heimat zum Studium verlassen und ihr berufliches und privates Glück in Thüringen gefunden. „Wir wünschen uns so sehr, dass alle wieder unbeschwert lachen und ihr Leben genießen können.“ Und wer weiß: Vielleicht kommt Fredriks Lebensretter ja aus der Altmark. Wer der Familie helfen möchte, registriere sich bei der Deutsche Knochenmarkspenderdatei: www.dkms.de.

Von Marco Hertzfeld

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