Unterhaltungsverband „Seege-Aland“ pflegt 1250 Kilometer Grabennetz

Seehausen: Kraut den Kampf angesagt

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Mit schwerer Technik einer Lübbener Firma wird das Kraut in den Gewässern zweiter Ordnung im Bereich des Unterhaltungsverbandes „Seege-Aland“ der Kampf angesagt. Insgesamt beläuft sich die Grabenlänge auf 1250 Kilometer.

Seehausen. Der in Seehausen ansässige Unterhaltungsverband „Seege-Aland“ ist für die Pflege der Gewässer zweiter Ordnung verantwortlich und hat ein Grabennetz von 1250 Kilometer Länge zu bewirtschaften – das größte in Sachsen-Anhalt.

Mit den Krautungsarbeiten wird im Juli gestartet, Abschluss der Tätigkeit ist Mitte Dezember. Böschung, Sohle und Randstreifen werden dabei behandelt, berichtet der Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes „Seege-Aland“, Klaus-Peter Meißner. Die Arbeiten sollen den ordnungsgemäßen Wasserabfluss gewährleisten. Aber es gebe immer wieder Probleme, weil Landwirte oder auch Privatleute die Zufahrt der Technik zu den Gewässern erschweren oder gar unmöglich machen. Meißner weist im Bezug auf die Unterhaltung darauf hin, dass für einen reibungslosen Ablauf unbedingt Baufreiheiten erforderlich seien. Die rechtlichen Grundlagen stehen sowohl im Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt als auch in der Unterhaltungsordnung der Landkreise Stendal und Salzwedel. Demnach müssen fünf Meter ab Böschungsoberkante für die Technik zugänglich sein.

Mit der unzureichenden Befahrbarkeit hat auch Vorarbeiter Mike Fitzner seine Probleme. Insbesondere die Hobby-Bauern richten sich nicht nach den Bestimmungen und Gesetzlichkeiten. Gatter und Zäune werden oftmals bis direkt an das Gewässer gezogen. Mit den „großen Bauern“ gebe es hingegen viel weniger Probleme. Eng sei auch das Zeitfenster hinsichtlich der Ernte und der erneuten Saat durch die Landwirte, „aber das ist eben so“. Als ein „ganz, ganz großes Problem“, bezeichnet der Wahrenberger die zunehmende Verholzung und Verbuschung an den Gewässern, die die Pflege beeinträchtigen. Doch für deren Beseitigung müssten mehr Gelder bereitstehen.

Im Einsatz sind übrigens vier Krautbagger und zwei Schlegler. Seit 1996 führt eine Firma aus Lübben die Arbeiten aus, die erneut den Zuschlag bis 2020 bekommen hat.

Von Thomas Westermann

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