Landesstraßenbau-Chef verspricht: „Wollen 2017 frühstmöglich beginnen“

„Die Kosten sind noch nicht vollumfänglich ermittelt“

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Werbens Elbfähre muss nächstes Jahr in die Werkstatt. Vier Wochen soll die Revision an Land dauern. Während dieser Zeit sollen die beiden Anleger saniert werden. Das Vorhaben ist Teil des Ausbaus der Landesstraße 2, der 2017 auf der Agenda steht. Fotos (2): Mahrhold

Werben. Wann und vor allem in welchem Umfang der Ausbau der Landesstraße L 2 im nächsten Jahr über die Bühne geht, bewegt die Gemüter der weltkleinsten Hansestadt.

Während sich Werbens Stadtoberhaupt mit dem Altmärkischen Hansebund auf den Weg zum Internationalen Hansetag 2016 ins norwegische Bergen gemacht hat, informiert der Regionalbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) auf Anfrage der Altmark-Zeitung über den aktuellen Stand des Großvorhabens am Rande und vor den Toren von Werben.

Denn es sind zwei unumstößliche Fakten, die den Bauablauf maßgeblich beeinflussen. 2017 muss Werbens Elbfähre für mindestens vier Wochen in die Werkstatt. Die Landrevision des Verkehrsmittels steht schon seit langem fest. Ob die Inspektion im Zeitrahmen bleibt, ist dagegen unklar. Ebenso unkalkulierbar sind die Gewalten der Natur. „Bei Hochwasser sind keine Bauarbeiten zwischen den Deichen möglich“, erklärt Manfred Krüger. Und fügt hinzu: „Für das Jahr 2017 sind die Abschnitte zwischen den Elbedeichen und der Abschnitt bis zum Mühlenholz vorgesehen. Seitens der LSBB ist beabsichtigt, die Räbelsche Straße in der Ortsdurchfahrt Werben, den Abschnitt Werben bis Räbel sowie die Abschnitte zwischen den beiden Elbedeichen einschließlich der jeweiligen Fähranleger und den folgenden Abschnitt vom Deich bis zur Gaststätte ,Mühlenholz’ auszubauen.“

Es werde alles dafür getan, den Baustart 2017 sicherzustellen, da es das Ziel sei, die Arbeiten während der Fährrevision zu erledigen. Damit sollen die Ausfallzeiten für die Stadt Werben minimiert werden, hofft Krüger. Die Ausschreibungen für das Bauvorhaben zwischen den Deichen und an den Fähranlegern kosten seinen Angaben zufolge zirka 1,2 Millionen. Voraussichtlich weitere 375 000 Euro werden für den Bauabschnitt Elbedeich-Mühlenholz veranschlagt. Der Regionalbereichsleiter: „Für die anderen Maßnahmen sind die Kosten noch nicht vollumfänglich ermittelt. Der derzeitige Planungsstand lässt keine belastbaren Aussagen zu.“

Vor einer Woche waren Vertreter des Bauamtes der Verbandsgemeinde und der Stadt Werben wegen des Großprojekts zu einem Gespräch in der in Stendal ansässigen Landesstraßenbaubehörde. Der grundhafte Ausbau der zu weiten Teilen aus betagten Pflastersteinen bestehenden Räbelschen Straße als Teil der L 2 war zuletzt nach dem Hochwasser 2002 gefordert worden. Fehlendes Baurecht hatte das Projekt in die Schubladen verdammt.

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