Hauptausschuss stimmt Sanierungsplänen zu / Kloss (Linke): Schulen einbinden und Arbeitsgruppe bilden

Kommune treibt Grenzturm-Projekt voran

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Der Grenzturm in Bömenzien soll erhalten werden.

sme/tz Seehausen. Es bleibt dabei: Der frühere Grenzturm in Bömenzien wird hergerichtet, soll aber nicht für die interessierte Öffentlichkeit besteigbar sein.

Darauf verständigte sich der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Seehausen bei seiner Sitzung am Montagabend. Die Gemeinde Zehrental ist bekanntlich ursprünglich für die Zukunft des Reliktes aus DDR-Zeiten verantwortlich. Es soll aber an die Verbandsgemeinde übertragen werden. Unter anderem sollen die Fenster erneuert, das Dach abgedichtet, Informationstafeln und Bänke aufgestellt werden. Die Initiatoren rechnen mit Kosten in Höhe von gut 7000 Euro und insgesamt mit etwa 12000 Euro (die AZ berichtete).

Womöglich hilft ein Fördertopf. Rüdiger Kloth (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde: „Es gibt eine Förderrichtlinie, die noch nicht ausgereift ist beziehungsweise noch auf den Weg gebracht wird, da geht es um Kulturerbe. Dann ist eine 90-prozentige Förderung möglich.“

Bernd Kloss (Linke) schlägt vor, die Schulen einzubeziehen. Eventuell lasse sich eine Projektgruppe bilden und Geschichte „besonders greifbar machen“. Bernd Prange (CDU) hätte, wie andere auch, den Turm gern fürs Volk im größeren Maße geöffnet gesehen: „Angucken ja, aber nicht betreten, das passt nicht.“ Aber eine Öffnung des Turms sei ja nun nicht zuletzt aus räumlichen Gründen unmöglich. Turm und Umfeld sollen so gestaltet werden, dass sich Einheimische und Touristen dafür interessieren. Der Ausschuss hat dem Vorschlag bei einer Enthaltung zugestimmt.

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