Seehausens Verwaltungschef fordert flächendeckende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Kloth: „Es ist Bewegung drin“

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In der benachbarten Prignitz im Land Brandenburg erfolgt die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners flächendeckend. Das wünscht sich Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth auch für sein Gebiet und machte das Umweltministerium in Magdeburg auf die Dringlichkeit aufmerksam.

Seehausen. Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth will eine flächendeckende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (ESP) auf seinem Gebiet. Unterstützung forderte er deshalb im Sommer vom sachsen-anhaltinischen Umweltministerium.

Hausherrin Claudia Dalbert bekam von ihm ein Schreiben zugesandt. Mittlerweile traf in diesem Monat auch eine Antwort ein, die den Verwaltungschef nicht befriedigt. Der Aulosener möchte ein Konzept, wie eine flächendeckende Bekämpfung der Raupenplage im nächsten Jahr umgesetzt werden könne. Etwas neidvoll schaut er auf die benachbarte Prignitz im Land Brandenburg, das 1,3 Millionen Euro bereitstellte. Laut Schreiben der Ministerin werde an einem Konzept zur besseren Koordinierung der Bekämpfungsmaßnahmen gearbeitet. Zudem ist die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen damit beschäftigt, ein wirksameres Verfahren gegen die Raupenplage zu entwickeln. Ergebnisse sollen im letzten Quartal dieses Jahres vorliegen. „Es ist Bewegung drin“, meint Kloth.

In diesem Jahr wurden in der Verbandsgemeinde Seehausen circa 70 Hektar Fläche aus der Luft bekämpft. Die Kosten belaufen sich auf etwa 15 500 Euro, so Ordnungsamtsmitarbeiter Björn Schünemann. Zum Einsatz kam das Mittel „Dimilin“. Vom Boden aus ließ die Verbandsgemeinde rund 700 Eichen mit „Dipel ES“ behandeln. Kostenpunkt: etwa 5000 Euro.

Von Thomas Westermann

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