Vielbefahrene L 2 bei Krüden für Fußgänger kreuzgefährlich / Anwohner fordern Geh- und Radweg

„Die Kinder springen in den Graben“

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Schulkinder und auch Erwachsene leben an der vielbefahrenen Landesstraße 2 im Bereich Groß Holzhausen bei Krüden kreuzgefährlich. Die Anwohner fordern für mehr Sicherheit seit Jahren einen Radweg, getan hat sich aber bisher noch nichts.

Krüden. Die Einwohner im Bereich von Groß Holzhausen bei Krüden leben hinsichtlich des Straßenverkehrs kreuzgefährlich. Ihnen fehlt schlichtweg ein Rad- und Gehweg. Jahrelang kämpfen sie dafür, bisher hat sich aber nichts getan.

Besonders stark machen sich dafür die beiden Familien Jens und Petra sowie Patrick und Sabrina Zebunke, die direkt an der vielbefahrenen Landesstraße 2 wohnen.

Das Quartett kämpft für eine befestigte Strecke zwischen dem sogenannten Krüdener Hexenhaus – da endet der Radweg durch die Ortslage – bis zum Bahnübergang in Richtung Scharpenhufe, denn auch dort wohnen einige Familien. „Wir sind vom Dorf abgeschnitten, obwohl wir zu Krüden gehören. Es fehlt einfach die Verbindung zum Ort“, sagt Jens Zebunke im Gespräch mit der AZ und denkt hinsichtlich des besagten Radwegs besonders an die Kinder, die morgens auf der Straße zur etwa 400 Meter entfernten Bushaltestelle gehen müssen, um zur Schule zu fahren. Natürlich müssen sie am Nachmittag von dort auch wieder zurück. 

„Manchmal springen die Kinder in den Graben, wenn die Autos und Lkw angeprescht kommen“, weiß der Altmärker. Besonders gefährlich sei es bei Dunkelheit in den Herbst- und Wintermonaten. Aber auch Mütter mit ihren Kinderwagen können nur auf der gefährlichen Straße zum Dorf gelangen, kritisiert das Quartett den unhaltbaren Zustand. „Wir würden gern zu Veranstaltungen, Feuerwehr- oder Vereinsaktivitäten mit dem Rad nach Krüden fahren, doch auf der Straße ist uns das einfach zu gefährlich“, sagen die Zebunkes.

Seit einigen Jahren organisieren die beiden Familien für Freunde und Bekannte auf ihrem Grundstück ein Halloweenfest, das immer eine bestimmte Thematik hat. Diesmal geht es um den dringend erforderlichen Radweg.

Von Thomas Westermann

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