Bürgermeister kritisiert Entsorgung in der Wische-Gemeinde

Jede Menge Ärger mit der Gelben Tonne

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Die Entsorgung der Gelben Tonne sei in der Wische-Gemeinde nicht zufriedenstellend, sagt Bürgermeister Karsten Reinhardt. Diesbezüglich schreibt er jetzt an den Landrat.

Altmärkische Wische. Entsorgungsprobleme mit der Gelben Tonne gibt es in den Orten der Gemeinde Altmärkische Wische. Bürgermeister Karsten Reinhardt und der Gemeinderat gehen auf die Barrikaden und wollen den unhaltbaren Zustand nicht tatenlos hinnehmen.

Von seinen Volksvertretern wurde er beauftragt, diesbezüglich einen Brief an Landrat Carsten Wulfänger zu schreiben.

Bei Schneefall werden bestimmte Straßen nicht angefahren, sagte Reinhardt gestern gegenüber de AZ. Als Beispiele nannte das Gemeindeoberhaupt unter anderem Ferchlipp in Lichterfelde, die Feldstraße in Wendemark und den Heumannhof in Falkenberg. Das Unternehmen verstecke sich hinter den Vorschriften der Berufsgenossenschaft. Das sei zwar richtig, aber nicht akzeptabel. Die Bürger haben ein Grundrecht auf die Entsorgung ihrer Abfälle. Welche Strecken angefahren werden und welche nicht, liege offensichtlich im Ermessen des Fahrers, ärgert sich der Wendemarker. Die Argumentation, dass die Entsorgung während Schneefalls nicht übernommen werden könne, will Reinhardt nicht hinnehmen. „Dafür gibt es Winterreifen. Andere müssen auch bei Schnee fahren. Die Altmärkische Wische besteht nunmal aus verstreuten Gehöften, welche aber nicht vernachlässigt werden dürfen“, fügt der Bürgermeister hinzu. Probleme gebe es aber nicht nur im Winter, sondern auch bei „offenem Wetter“. Nur ein Beispiel dafür ist der Heumannhof. Dort fordert der Entsorger einen 23-Meter-Wendekreis. Zudem tut er sich schwer, über das vorhandene Kopfsteinpflaster ob der Tragfähigkeit zu fahren. „Das liegt schon seit 300 Jahren und hält alles aus“, meint Reinhardt, der sich wünscht, dass der Landrat bei den Ausschreibungsmodalitäten künftig ein wachsames Auge darauf hat.

Von Thomas Westermann

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