Kommunalpolitiker spricht sich für LED-Straßenlampen aus

Hamann will es heller leuchten lassen

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Derartige am Holzmast befestigte Straßenlampen gibt es noch etliche in der Hansestadt Seehausen und deren Ortsteilen. Kommunalpolitiker sprechen sich für eine LED-Umrüstung aus.

Seehausen. Aus Gründen der Kosteneinsparungen wurde in der Vergangenheit im Seehäuser Stadtgebiet immer öfter das Straßenlicht ausgeschaltet. Die klamme Kommune muss sparen. Doch die Situation könnte sich bald verbessern.

Die der Hansestadt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel aus dem Stark-V-Programm könnten eine Umrüstung der Lampen auf energiesparendes LED möglich machen. In der Stadt und deren Ortsteilen bestehe diesbezüglich enormer Handlungsbedarf, meint Bürgermeister Detlef Neumann. Bauausschussvorsitzender Willi Hamann sprach auf der jüngsten Sitzung des Gremiums von einer „einmaligen Chance, „die nicht vertan werden sollte“. Laut Beschluss des Verbandsgemeinderates Anfang dieses Jahres bekommen die fünf Mitgliedsgemeinden von den über 1,5 Millionen Euro einen Anteil von 90 Euro je Einwohner. Die Hansestadt Seehausen verfügt somit über gut 468 000 Euro. Jetzt stünde das Geld zur Verfügung. Wenn die Möglichkeit zur Umrüstung nicht genutzt werde, „müssen wir in einigen Jahren auf eigene Rechnung die energetische Sanierung bezahlen“, fügt Hamann hinzu.

Doch die Sache hat einen Haken. Bürger werden an den anfallenden Kosten aufgrund der vorhandenen Straßenausbaubeitragssatzung zur Kasse gebeten. Wie hoch die Belastung für die Seehäuser und für die Einwohner in den Ortsteilen ausfällt, ist noch nicht bekannt. Bauamtsleiter Guido Mertens schätzt die Umlegung an die Anlieger zwischen 30 bis 50 Prozent ein. Eine Entscheidung zur Umrüstung auf LED wird der Stadtrat am 20. Oktober treffen.

Die anderen vier Mitgliedsgemeinden Aland, Zehrental, Altmärkische Höhe und Altmärkische Wische wollen ihre Bürger finanziell nicht belasten. Sie geben ihr Stark-V-Geld an die Verbandsgemeinde zurück, das für Maßnahmen in Schulen und Kitas eingesetzt werden soll.

Von Thomas Westermann

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