Namensgebung für Oktober oder November geplant / Auch Wittenberger wollen mutigen Arzt ehren

Grünes Licht für Dr.-Steinert-Schule

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Die Seehäuser Grundschule wird ab Oktober oder November den Namen Dr. Albert Steinert tragen.

Seehausen. Die Seehäuser Grundschule möchte den Namen Dr. Albert Steinert tragen (die AZ berichtete). Jetzt gab es dafür grünes Licht vom Verbandsgemeinderat. Die Gesamtkonferenz der Bildungsstätte fasste bereits im Oktober 2015 den Beschluss zur Namensgebung.

Das Einverständnis des Sohnes von Dr. Albert Steinert liegt vor. Er und seine Familie wollen der Schule demnächst einen Besuch abstatten.

Wie Rektor Reinhard Rieger gestern auf Anfrage der AZ sagte, werde die feierliche Namensgebung und die damit verbundene Enthüllung der Tafel mit der Aufschrift „Dr.-Albert-Steinert-Grundschule“ voraussichtlich im Oktober oder November dieses Jahres stattfinden. Zuvor gebe es Projekttage, bei denen sich mit der Person des Seehäusers auseinandergesetzt werde. „Die Kinder müssen ja wissen, wer Dr. Steinert war.“

Dr. Steinert war ab 1913 als Arzt in seiner eigenen Praxis an der Seehäuser Beusterstraße tätig. 1933 bis 1937 übernahm er zusätzlich die Stellung als Beleg- und Chefarzt am Seehäuser Krankenhaus. Im April 1945 wollten Dr. Steinert und der Wahrenberger Bürgermeister Ewald Fredrich als Parlamentäre den Beschuss der Stadt Seehausen von Wittenberge aus verhindern. Beide wurden im Auftrag des Stadtkommandanten, Major Friedrich Rautenberg, ermordet. Übrigens: Derzeit denken die Wittenberger Stadtverantwortlichen darüber nach, einen Platz oder Weg nach Dr. Steinert zu benennen.

Von Thomas Westermann

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