Definitiv keine Einschulung im August  / Planungsgruppe hofft auf Verbandsgemeinde / Auswirkung auf Iden

Freie Schule will im Winter starten

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Schulstart im Winter?

tje Werben/Magdeburg. Die Freie Grundschule Werben geht nun doch nicht, wie erhofft, bereits im August an den Start. Die Entscheidung sei jetzt nach Rücksprache mit dem Bildungsministerium Magdeburg getroffen worden.

Sie beruhe auf „rechtlichen Gründen“, da es sich um eine Bildungsstätte „im öffentlichen Schulbereich“ handelt, erklärte Ines Bergmann der Altmark-Zeitung am Montag. Das Mitglied der Planungsgruppe „Freie Schule Werben“ hat für Donnerstag, 14. Juli, nähere Informationen angekündigt.

Die Initiatoren bekamen es in den vergangenen Tagen verstärkt „mit verunsicherten Eltern“ zu tun. Die Mütter und Väter – geplant war eine jahrgangsübergreifende Klasse mit etwa 15 Einschülern – müssten sich nun mindestens bis zum Winter 2017 gedulden, da es die Planungsgruppe anstrebt, den Schulbetrieb womöglich mit Beginn der zweiten Hälfte des neuen Schuljahres 2016/17 aufzunehmen. Bis dahin aber müssen die Schulgründer noch große Hürden nehmen. So sei ein Beschluss des Verbandsgemeinderates Arneburg-Goldbeck notwendig, da dieser als Träger der Schule fungieren könnte. Ebenso muss der Kreistag als Verantwortlicher der Schulentwicklungsplanung seine Zustimmung erklären. „Die Sache ist sehr haarig“, weiß Bergmann um die möglichen Negativfolgen für die Zukunft der nur 13 Kilometer von Werben entfernten Grundschule Iden.

Seit der Schließung der staatlichen Schule in der Hansestadt im Sommer 2014 durch die Verbandsgemeinde kämpfen Teile der Bürgerschaft und Akteure des Vereins „Werben für Kinder“ für die Gründung der Freien Schule. Zuletzt war die Bernburger Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis als neuer Träger aufgetreten. Dieses Engagement ruhe derzeit, obwohl die Stiftung für Werben bereits viel Geld investiert habe.

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