Lediglich die „Eisigen Ladys“ schwimmen jeden Tag ihre Bahnen

Flaute im Seehäuser Waldbad

Seehausen. „Herzlich Willkommen“ und „Hereinspaziert“: Mann und Frau in historischer Badebekleidung animieren am Eingangsbereich des Seehäuser Waldbades zum Besuch der Freizeitstätte im Schillerhain. Doch derzeit herrscht Flaute.

Wie jeden Tag öffnete Schwimmmeisterin Martina Peters um 10 Uhr die Tür. Kurz danach schrieb sie mit Kreide auf einer schwarzen Tafel 17 Grad Luft- und 18 Grad Wassertemperatur. Und die locken nicht gerade zu einem Sprung in das Nass.

Lediglich die „Eisigen Ladys“ fanden sich in persona von Silvia Schlißke, Gisela Klinger und Marlies Jabke ein. Dabei handelt es sich um eine Gruppe Damen, die sich vor etwa 30 Jahren gegründet hat und bei Wind und Wetter täglich ins Becken steigt – vorausgesetzt das Bad ist an Regentagen geschlossen. Gisella Klinger schwimmt pro Tag 1500 Meter, Marlies Jabke und Silvia Schlißke beschränken sich hingegen auf 500 bis 700 Meter.

Alles andere als zufrieden mit dem bisherigen Saisonablauf ist Martina Peters. Nach knapp zweimonatiger Öffnung besuchten lediglich über 7000 Personen das Bad – zu wenig. Noch gut ein Monat und dann ist die Freizeitstätte zum 31. August wieder geschlossen. „Der Regen und der teilweise Sturm trüben den Badespaß“, sagt das Urgestein der Freizeiteinrichtung und fischt dabei mit dem Kescher das Laub heraus, das der Sturm ins Schwimmerbecken hereingefegt hat. „Am Montag waren nur 14 Badegäste da, am Sonntag konnte ich das Bad aufgrund der Witterungsunbilden gar nicht öffnen“, sagt die Seehäuserin und wünscht sich nur eines: „Viel, viel Sonne.“ Froh ist sie, dass am Sonnabend der „Seepferdchen“-Schwimmkurs mit zehn Teilnehmern am Sonnabend abgeschlossen werden konnte. Ob es einen weiteren gibt, hängt vom künftigen Wetter ab.

Von Thomas Westermann

Rubriklistenbild: © dpa

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