Schüler bereinigen Feuerschutzschneise an der Bundesstaße 189

Erst die Waldarbeit, dann...

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Die Schneise an der B189, die zwischen Waldrand und Straße einen möglichen Böschungsbrand nicht zu einem Waldbrand werden lässt, wurde gestern von Schülern freigeschnitten.

Seehausen. Wer seinen Blick gestern am Vormittag nicht nur stur gerade auf dem Mittelstreifen ließ, bemerkte vielleicht Bewegung hinterm Grün an der Bundesstraße 189. Bunte Kleidung setzte sich optisch vor der Wand aus Bäumen ab.

Auf weichem Untergrund standen sie und waren schwer beschäftigt. Für die Frage, was die acht Menschen denn auf dem Brandschutzstreifen machen, ließen sie kurzerhand die Arbeit ruhen. Und Andreas Schade beendete das Knattern der Motorkettensäge für das Gespräch mit der AZ. Sechs der acht Anwesenden am Waldrand stammen aus Rathenow, besuchen die dortige Förderschule und gehören zu insgesamt 17 Jugendlichen aus zwei neunten Klassen, die zur Zeit zusammen mit ihren Lehrern in Arendsee im Jugendwaldheim untergebracht sind.

Zudem sind momentan auch sieben Schüler aus der Landeshauptstadt Magdeburg dabei, die, wie die jungen Menschen am Waldrand der Bundesstraße in Gruppen unterwegs sind. Jede dieser kleinen Einheiten ist mit einem Forstexperten im Waldgebiet zwischen Seehausen und Arendsee unterwegs. „Sie helfen, Brennholz zu sammeln oder auch Zäune aufzustellen, die verschiedene Kulturen vor Wildfraß schützen sollen“, erklärte Schade. Für den Zaunbau sei es gestern allerdings zu nass gewesen. Aber an der Feuerschutzschneise musste noch Hand angelegt, Äste abgeschnitten werden. „Sonst komme ich mit dem Traktor nicht durch“, so Schade weiter. Eine Woche lang sind die Jugendlichen insgesamt in Arendsee untergebracht. Die Vormittage sind mit den genannten Arbeiten belegt. Doch nach der Arbeit kommt ja bekanntlich das Vergnügen. So standen in der Woche auch Kinobesuche in Salzwedel, Bowling und Luftgewehrschießen an. Ob es bis zum Ende des Projektes noch zum Anbaden kommt, ist bei dem Wetter fraglich. Zum Grillen in der großen Schülerrunde reicht es jedoch.

Von Alexander Postolache

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