Erste Ideenwerkstatt für künftige Nutzung der Alten Schule Werben

„Ein Ort für Einheimische, Neubürger und Gäste“

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Nach dem Sturz eines maroden Kehlbalkens vor einem Jahr soll die Alte Schule in Werben mit 98 000 Euro aus dem Programm „Landaufschwung“ bis März 2018 wiederbelebt werden.

tje Werben. "Seit 2011 bemüht sich der Arbeitskreis Werbener Altstadt (AWA) um den Erhalt und die Belebung des geschichtsträchtigen Baudenkmals am Werbener Kirchplatz. Seitdem übernahm er zahlreiche Reparaturarbeiten an Dach, Fassade und in den Innenräumen."

"Zuletzt wurde der Westgiebel mit Mitteln aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gesichert. Seit Ende 2015 ist der AWA Eigentümer der Alten Schule", erklärt Vorsitzender Werner Eifrig.

Das Gebäude hat mit der Johanniskirche einen prominenten Nachbarn. Seit März ist es für das Modellvorhaben „Landaufschwung“ ausgewählt, weshalb für das Projekt „Revitalisierung“ 98 000 Euro Fördergeld zur Verfügung stehen. Der Zuschuss soll dazu dienen, den Leerstand zu verringern. „Weitere 20 000 Euro Eigenanteil steuert der AWA bei. Das Geld stammt aus Einnahmen, die der Verein im Rahmen mehrerer Biedermeier-Märkte erzielt hat. Hinzu kommen Eigenleistungen, die die Vereinsmitglieder in Form von Arbeitsstunden einbringen“, heißt in einer Pressemitteilung des Vereins.

Demnach habe das Projekt eine Laufzeit bis März 2018. Als Erstes soll mit fachlicher Unterstützung ein Nutzungskonzept erarbeitet werden. „Insbesondere will der Verein die Idee eines Cafés prüfen, das bevorzugt als saisonales Biedermeier-Café gestaltet werden könnte“, erklärt der AWA-Chef. In einer ersten Ideenwerkstatt am Sonnabend, 15. Oktober, die um 18 Uhr im Kommandeurshaus von Bernd Dombrowski und Holger Schaffranke an der Seehäuser Straße beginnt, sind auch Nutzungsvorschläge aus der Werbener Bürgerschaft gefragt. „Wichtig ist uns, dass die Alte Schule immer mehr zu einem Ort der Begegnung und Kultur wird. Hier sollen Einheimische, Neubürger und Gäste zusammenkommen, um Gemeinschaft und Genuss zu erleben“, erklärt Eifrig.

Geplant sei es, dass Anfang 2017 ein Architekt mit der Entwurfsplanung und Kostenberechnung beauftragt wird. „Wenn die Genehmigungen vorliegen, will der Verein weitere Sanierungsmaßnahmen umsetzen. So ist der Einbau von Küche und Toiletten geplant“, kündigt die AWA-Spitze an.

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