Kommunalpolitiker und Mitstreiter machen sich Luft / Demonstration für Bau von A 14 und B 190n

„Lasst uns endlich anfangen!“

Bürgermeister Detlef Neumann ist für den Bau der A 14 und zählt seine Gründe dafür vor den Demonstranten auf. Fotos (3): Schaffer

Seehausen. Zu einer gewaltigen Willenskundgebung gestaltete sich Sonnabendmittag die Veranstaltung an der Kreuzung B189/B190 in der Hansestadt Seehausen.

An der im Volksmund genannten Sachsenfalle hatten sich rund 500 Befürworter der geplanten Verlängerung der A14 und dem Bau der B190n getroffen, um mit ihrer Anwesenheit ein Zeichen zu setzen.

Im Januar hatten der Hauptorganisator Dr. Walter Fiedler und seine Mitstreiter von den Bürgerbewegungen Altmark und PRIBA14 pro A14 pro B190n mit der Vorbereitung der Demo begonnen. Eigentlich sollte sie schon vor rund drei Monaten den Willen aufzeigen, aber wegen der damaligen Hochwassersituation wurde der Termin verschoben. Ordnungs- und Sicherheitskräfte der Polizei und aus der Verbandsgemeinde Seehausen hatten das Areal im Kreuzungsbereich an der Arendseer Straße zeitweise abgesperrt, ohne den Verkehr auf den beiden Bundesstraßen in Richtung Arendsee, Osterburg und Wittenberge zu beeinflussen.

Um 11 Uhr nahmen die Gäste aus der Kommunalpolitik, den Hansestädten Seehausen, Osterburg und Salzwedel sowie aus der Westprignitz auf einem offenen Lkw Platz, um mit kurzen Statements ihrer positiven Meinung zu diesem Bauvorhaben Ausdruck zu verleihen. Auch der ehemalige Verkehrsminister Karl-Heinz Dähre sowie Landes- und Bundespolitiker waren zu sehen. Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann ging auf die Ziele, die mit dem Straßenbau verbunden sind, ein und erklärte, dass er von seinem Hausrecht Gebrauch machen würde, sollten einige diese Gelegenheit nutzen, die friedliche Demo zu stören. „Von Magdeburg nach Halle brauche ich 45 Minuten und von der Landeshauptstadt nach Seehausen mindestens 1,5 Stunden. Die Finanzierung der A14 ist sicher. Der BUND erklärt von vornherein, dass er gegen jeden Bauabschnitt klagen wird. Und das ist der eigentliche Skandal. Denn wenn überall wie beim Autobahnbau so viel für die Natur getan würde, dann könnten wir glücklich sein“, meinte Dähre.

„Die Menschen brauchen die Autobahn und wir im nahezu größten Gebiet ohne Anbindung an das große Fernstraßennetz brauchen sie auch. Unsere Betriebe sind davon abhängig, sonst ist das wettbewerbsschädigend. 75 bis 80 Prozent sind pro A14. Lasst uns endlich anfangen! Es ist die grünste Autobahn aller Zeiten und irgendwann muss man das anerkennen und die demokratischen Spielregeln akzeptieren…“, meinte Landrat Carsten Wulfänger. Hans Lange, Landrat Prignitz, stimmte dem zu.

Das Geräusch von Druckluftfanfaren der Lkw ertönte. Von der Kreuzung Vielbaum näherte sich der angekündigte Konvoi von 23 Fahrzeugen, mit dem auf die Folgen des zunehmenden Schwerlastverkehrs hingewiesen wurde. Kilometerlange Schlangen bildeten sich. „Wollt ihr die A 14?“, fragte der zehnjährige Marten aus Salzwedel. Ein ohrenbetäubendes „Ja“ gab es als Antwort. „Wer ist gegen die Autobahn?“ Eisiges Schweigen in der Menge. „Die Jugend ist es vorwiegend, die etwas von diesem Projekt hat“, sagte abschließend Dr. Walter Fiedler.

Von Walter Schaffer

Die Bilder von der Demo

Demo für den Bau der A14

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