Seehäuser Stadtrat lässt Schaukästen in Geestgottberg und Losenrade nicht neu montieren

„Bürgerwunsch einfach ignoriert“

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Nur im Ortskern von Losenrade gibt es einen Schaukasten. Auch die Eickerhöfer hätten ihren gern zurück. Foto: Westermann

Seehausen. Die demontierten Schaukästen in den Seehäuser Ortsteilen Geestgottberg und Losenrade werden nicht mehr aktiviert. Einen entsprechenden Beschluss fasste jüngst der Stadtrat.

Der Geestgottberger Hartmut Heymann vermisst die „Schwarzen Bretter“ am Wahrenberger Weg und in der Märsche sehr, ebenso die Eickerhöfer (die AZ berichtete). Auch Stadträtin Susanne Bohlander machte sich für das Wiederaufstellen stark, wurde aber mehrheitlich überstimmt.

Der Frust darüber sitzt bei ihr noch tief. Der ausdrückliche Wunsch der Bürger nach mehr Informationen über das kommunale Geschehen sei einfach ignoriert worden, ärgert sich Bohlander. Sie gab zu bedenken, dass der Stadtrat über die Reduzierung der Schaukästen von 15 auf jetzt elf nochmal nachdenken sollte. „Im Fall Eickerhöfe sollte der ausdrückliche Wunsch der Bürger nicht übergangen werden.“ Der Kostenaufwand von 600 Euro für einen Schaukasten, der dann viele Jahre seine Dienste tue, könne es nicht gewesen sein. Bohlander weiter: „Der Mehraufwand an Zeit kann auch keine Rolle gespielt haben. Denn der Stadtarbeiter, der nach Losenrade fährt, um dort den Schaukasten zu bestücken, kommt automatisch auf seinem Weg durch Eickerhöfe und bräuchte nur wenige Minuten, um den Schaukasten dort zu öffnen und das jeweilige Blatt hineinzuhängen. Und der Verwaltungsaufwand hätte nur darin bestanden, einen Satz in der Hauptsatzung zu ändern.“

Von Thomas Westermann

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