Begegnungs- und Erlebnistage zwischen Deutschen und Flüchtlingen gehen in eine weitere Runde

Afghane Naeem kocht für alle Köfta

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Unter Anleitung von Markus Grosser aus Tangermünde (l.) entsteht auf dem Gelände des Seehäuser „Refugiums“ ein Lehmbackofen. Auch Sozialpädagogin Mandy Gauditz (2.v.l.) griff zur Schaufel.

Seehausen. Die Begegnungs- und Erlebnistage zwischen deutschen Jugendlichen und minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen auf dem Gelände des Seehäuser „Refugiums“ gingen in eine weitere Runde.

Nach dem Startschuss im August setzten dieser Tage die jungen Menschen die Gestaltung des Außengeländes fort.

Der im Bau befindliche Lehmbackofen, der unter fachlicher Anleitung von Markus Grosser aus Tangermünde entsteht, wächst zusehends und nimmt Konturen an. Zur Maurerschaufel griff auch Mandy Gauditz, Sozialpädagogin an der Seehäuser Gemeinschaftsschule. Wie schon am ersten Begegnungs- und Erlebnistag wurde wieder in verschiedenen Gruppen gearbeitet. So gab es unter anderem ein Kunst-Team, das die Regenwassersammeltonnen bemalte – und zwar mit Motiven aus den Ländern der Flüchtlinge. Bekanntlich wohnen in Seehausen Jugendliche aus Syrien, Afghanistan und Somalia. Eduardo Figueiredo kümmerte sich um das Aufstellen eines großen Zeltes. Zum Mittag gab es ein afghanisches Gericht namens Köfta, das Naeem zubereitete. Dabei handelte es sich um Hackfleisch, das Kurt Wohlfahrt für die rund 40 Teilnehmer des Tages sponserte. Bereichsleiterin Birgit Neubert vom Diakoniewerk Osterburg dankt dem Seehäuser Unternehmer dafür. Sie lobt auch die große Resonanz seitens der deutschen Jugendlichen. Eine starke Abordnung entsandten die Handballer der Sportgemeinschaft (SG). Hinzu gesellten sich Gemeinschaftsschüler und Osterburger Gymnasiasten. Der nächste Aktionstag findet in den Herbstferien, konkret am 4. Oktober, statt.

Von Thomas Westermann

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