„Kulturelle Bürgerinitiative“ lässt zum Abschluss der Sommerferien große und kleine Boote zu Wasser

Abenteuer hinter der „Blauen Lagune“

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Vor der Steintorbrücke nahmen Greta Sinn und Tobias Spillner die Boote in Empfang. Käthe Leischk notierte die Reihenfolge.

ws Seehausen. Hinter der „Blauen Lagune“, dort, wo der Aland einen Teil seines Wassers in den Seehäuser Umfluter abgibt, herrschte jüngst ein emsiges Treiben.

Dort, wo sich früher ein Wehr befand und nun seit vielen Jahren eine Steinschüttung im Wasser für zusätzliche Bewegung und damit für eine Sauerstoffanreicherung in dem fließenden Gewässer sorgt, hatte die „Kulturelle Bürgerinitiative“ zu ihrer zweiten Veranstaltung eingeladen. Der Erfolg des Abends mit Countrymusik am grünen Klassenzimmer in Seehausen hatte den harten Kern von zehn Mitstreitern ermutigt, an ihrem Vorhaben zur Belebung der kulturellen Szene in der Hansestadt weiter zu arbeiten.

Christian Schwander bereitete den Start vor.

Der Termin wurde auf den letzten Tag der Sommerferien gelegt und brachte damit auch den Bezug auf die Zielgruppe der Kinder zum Ausdruck. Diese erschienen auch in großer Zahl und brachten auch ihre Eltern, Großeltern oder andere Interessierte mit. Um an der großen Alandregatta teilzunehmen, mussten die eigenen Boote aus Papier gefaltet werden. Dies geschah am Rande des Flusses in der dort aufgebauten Werft, die vorwiegend von Corinna Franke und Marion Laszczyk betreut wurde. Neben den üblichen gefalteten Wasserfahrzeugen, die zur Erhöhung der Kentersicherheit mit Korkauslegern versehen wurden, gab es auch noch andere wassertaugliche Modelle in Form von Dampfern und Katamaranen, die vor ihrer ersten Wasserung noch farbig gestaltet wurden.

Zum Start auf die etwa 150 Meter lange Strecke in Richtung Steintorbrücke hatten Tobias Spillner, beziehungsweise Christian Schwander, in der Mitte des Flusses auf einem Stuhl Platz genommen. Von dort aus wurde versucht, alle Boote in mehreren Durchgängen gleichzeitig zu starten. Ins Ziel kamen alle Eigenbauten und wurden dort mit einem Kescher von Greta Sinn aus einem Kanu eingefangen und registriert.

Das Herstellen von Seilen fand allgemein auch Anklang am Rande der Regatta.

An Land konnten sich in der Zwischenzeit die Besucher an einer alten Seildrehmaschine, die aus dem Museumshof des Heimatvereins stammte, die Funktionsweise von Klaus Franke erklären lassen. Für den kleinen Hunger oder Durst war in Form von Schnittchen und Getränken gesorgt. Alle Teilnehmer an dem Rennen konnten sich ihre Preise aus der großen Kiste mit gesponserten Schulutensilien heraussuchen. Den Sponsoren soll gedankt werden. Zum Abschluss gab es noch das Entenrennen auf dem Aland. Holger Vogt rief dazu auf, sich bei den Wetten auf die Favoriten zu beteiligen. Auch bei diesem schnellen Entenrennen gab es Preise, so auch eine Stadtführung für Greta Sinn, die sie zusammen mit der Stadtführerin Käthe Leischke antreten wird. Als weitgereister Gast zählte Lotta Bach aus Bad Seegeberg, die zur Zeit ihre Oma Heidi und ihren Opa Walter in Seehausen besucht.

„Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung“, sagte Corina Franke als eine der Initiatoren aus dem harten Kern der neuen Kulturgruppe, die keinen Vereinsstatus trägt.

Von Walter Schaffer

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