Seehäuser Christdemokraten löchern Thomas Webel mit Fragen

A 14 / B 190n: Druck auf Verkehrsminister

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Minister Thomas Webel (v.l.), Bundestagsmitglied Jörg Hellmuth und Landtagsabgeordneter Chris Schulenburg besuchten den CDU-Ortsverband der Verbandsgemeinde Seehausen.

Kossebau. Die Christdemokraten in und um Seehausen hätten lieber heute als morgen die Nordverlängerung der Autobahn 14 durch die Altmark. Dazu löcherten sie auf ihrer Zusammenkunft in Kossebau den Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel (CDU).

Diesbezüglich löcherten sie auf ihrer Zusammenkunft in Kossebau den Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel, der auch CDU-Chef in Sachsen-Anhalt ist. Der einstige Landrat in der Börde gibt sich optimistisch, dass die A 14 bis zum Jahr 2020 fertig ist. „Vielleicht dauert es noch ein Jahr länger, aber dafür wird man uns auch nicht den Kopf abreißen“, meint Webel, der mit Bundestagsmitglied Jörg Hellmuth und dem Landtagsabgeordneten Chris Schulenburg vor Ort war.

Der Minister ist sich ziemlich sicher, dass für die neue Elbbrücke im Zuge des Autobahnbaues in zwei Jahren Baurecht vorliege. An Geld liege der schleppende Autobahnbau nicht, vielmehr fehle das Baurecht. Rückschläge gebe es immer wieder durch die Klagen der Naturschützer vom BUND. Dabei gehe es fast immer um dem Tierschutz, der im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert sei. Die bisherigen Planungen müssten immer wieder umgeschmissen werden, um Ziegenmelker, Wachtelkönig, Feldhamster und Co. angemessen zu berücksichtigen und dafür neue Lebensräume zu schaffen. Hinzu kommen neuerdings auch seltene Pflanzen. Als Beispiel nannte der Landespolitiker das Kleine Knabenkraut. Den zögerlichen A-14-Bau in Sachsen-Anhalt registrieren die CDU-Mitglieder mit Verständnislosigkeit. „Was sollen wir unseren Kindern sagen?“, fragt Annegret Schwarz aus Vielbaum. Etwas neidvoll blickt sie auf die Fortschritte in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Autobahn immer mehr Konturen annimmt. Webel hat dafür eine einfache Antwort parat: „Dort gab es keine Klagen von Naturschützern.“

Genauso wichtig wie den Autobahnbau halten die Erben Adenauers die Schaffung der Bundesstraße 190n, die aus dem vordringlichen Verkehrswegeplan verschwunden sei. Man solle dafür weiter eintreten, machte der Seehäuser Dr. Walter Fiedler deutlich. „Verkehrsadern seien lebenswichtig, um die strukturschwache Region zu stärken.“ Die Angehörigen des Verbandsgemeinderates Seehausen werden auf ihrer Sitzung in der nächsten Woche diesbezüglich eine Resolution verabschieden.

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