Künstler- und Stipendiatenhaus feiert im nächsten Jahr einen runden Geburtstag

Zwanzig zum zwanzigsten Bestehen

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Hausherr Michael Ziche und die kleine Glücksfee Clara losten die Stipendiaten aus, die im kommenden Jahr bei der runden Geburtstagsfeier des Stipendiatenhauses dabei sein dürfen.

Salzwedel. 62 Lose liegen in einer Schüssel auf dem Tisch im Küstler- und Stipendiatenhaus Salzwedel. Auf jedem steht der Name eines Stipendiaten, der dort kreativ wurde und gearbeitet hat.  „Der Auftakt zu unserem 20-jährigen Bestehen im nächsten Jahr“, erklärt Vorstandsmitglied des Fördervereins, Cornelia Blödow.

 „Der Auftakt zu unserem 20-jährigen Bestehen im nächsten Jahr“, erklärt Vorstandsmitglied des Fördervereins, Cornelia Blödow. Seit 1997 bekamen 62 Künstler in der Salzwedler Einrichtung mit einem Stipendium die Chance, in der Baumkuchenstadt zu arbeiten und ihr Kunstwerke in Ausstellungen den Altmärkern zu präsentieren. 

Noch länger, seit 1990, ist das Gebäude nahe der Marienkirche im Besitz des Altmarkkreises. „Damals hat die Politik im Landkreis eine richtig gute Entscheidung getroffen“, ist Karl-Heinz Reck, damaliger Kultusminister in Sachsen-Anhalt, überzeugt. Gemeinsam mit Christa-Maria Meyer und Egon Sommerfeld, dem ehemaligen Landrat, hatte er sich für das Haus an der kleinen Predigerstraße stark gemacht.

Der heutige Landrat und Hausherr, Michael Ziche, konnte sich bei einem kleinen Rückblick nicht daran erinnern, dass die Finanzierung des Künstler- und Stipendiatenhauses in der Vergangenheit jemals in Frage gestellt wurde. „Natürlich reichen die zur Verfügung gestellten Mittel nicht immer aus“, räumt er ein. Dennoch stellt er ein großes Geschenk anlässlich des Bestehens in Aussicht: „Vor ein paar Jahren haben wir mal über die Überdachung des Hofes gesprochen. Vielleicht wird es ja noch etwas zum 20. Geburtstag.“

1998 gründete sich zudem der Förderverein, der es sich in erster Linie zu Aufgabe gemacht hat, Kontakt mit Künstlern aus dem In- und Ausland herzustellen. Dort stehen aktuell Charlotte Knappstein und ihre Stellvertreterin Cornelia Blödow an der Spitze.

Gestern losten der Hausherr sowie die neunjährige Glücksfee Clara Hilger nun jene Stipendiaten aus, die bei der Festtagsfeier am 2. September 2017 dabei sein dürfen. Dann soll bei einer kleinen Lesung, Ausstellungen im Stipendiatenhaus und im Danneil-Museum und Musik bis in den Abend gefeiert werden. „Alle können wir leider nicht einladen“, so Cornelia Blödow entschuldigend. Zu den 62 bisherigen Stipendiaten kommen übrigens noch 40 weitere mit Kurzaufenthalten hinzu.

Mit den Namen auf den kleinen Zettelchen erschienen den Anwesenden vor ihrem inneren Auge immer wieder neue Erinnerungen an vergangene Jahre. Der Besuch einiger Künstler ist noch gar nicht so lange her. Zur Sicherheit wurden noch fünf weitere Lose gezogen – eine Warteliste, falls einer der 20 Ausgewählten doch verhindert ist.

Von Melanie Friedrichs

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