Großes Programm zum Saisonstart am Sonnabend

Zoff um die Bad-Öffnungszeit: Halb zwei – zu spät für Liesten

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Das Waldbad in Liesten startet am Sonnabend um 13.30 Uhr in die Saison. Es soll nach dem Willen der Stadtverwaltung jeden Tag um diese Uhrzeit öffnen – sehr zum Missfallen der Liestener.

Liesten / Salzwedel. Im Liestener Waldbad wird am Sonnabend, 12. Juni, um 13.30 Uhr die diesjährige Saison eröffnet. Doch im Vorfeld gibt es darüber mächtige Verstimmungen zwischen der Stadtverwaltung und den Leuten vor Ort.

„Diese Öffnungszeit wurde nicht mit uns abgesprochen“, echauffiert sich Andreas Weigelt, Vorsitzender des Sport- und Bildungszentrums Liesten-Altmark. Der Verein kümmert sich um die Belange des Waldbades. „Das geht nicht erst ab 13.30 Uhr“, meint Weigelt weiter. In den Jahren zuvor habe es auch Öffnungszeiten ab 10 Uhr gegeben. Der Liestener will nun das Gespräch mit der Stadtverwaltung suchen. Dort werde, so Weigelts Vorwurf, immer wieder mit zweierlei Maß gemessen. Denn im Gegensatz zum Liestener Waldbad sei im Freibad Salzwedel alles egal. Das Waldbad soll laut einer Informationen der Stadt täglich von 13.30 bis 19.30 Uhr – je nach Wetterlage – öffnen. Die Eintrittspreise bleiben unverändert, heißt es weiter.

Baustellen gibt es auch an anderen Ecken des Liestener Waldbads. Während einer Sitzung des Ortschaftsrates im März, bei der auch Hauptamtsleiter Matthias Holz anwesend war, wurde das Problem der Chloranlage angesprochen. Das Kreisgesundheitsamt habe die Qualität des Wassers beanstandet, hieß es damals. Als Konsequenz daraus müsse die bisherige manuelle Dosierung durch eine automatische Anlage ersetzt werden. Kostenpunkt: 50 000 Euro.

Das Waldbad Liesten darf diese Saison allerdings mit der vorhandenen Anlage in Betrieb gehen, erfuhr die AZ gestern auf Nachfrage. Bedingung sei das konsequente Messen und Dokumentieren der Wasserqualität. „Das ändert allerdings nichts an der Grundproblematik für einen dauerhaften Betrieb“, äußerte sich Hauptamtsleiter Matthias Holz dazu.

Zurück zum Sport- und Bildungszentrum Liesten-Altmark: Der Verein übernimmt laut Andreas Weigelt das komplette Rasenmähen von der Stadt. Auch der Geräteschuppen auf der Anlage, die sich an der Straße in Richtung Königstedt befindet, soll ein neues Dach erhalten, um die Maschinen darin besser vor den Einflüssen der Natur zu schützen. Die dafür nötigen 1000 Euro will der Liestener Verein selbst bezahlen, obwohl der Schuppen der Stadt gehört.

Von Jens Heymann

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