Fachmann rät zu Baumtoren und versetztem Parken

Ziel: Salzwedeler Perver entlasten

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Der Salzwedeler Perver soll im Rahmen des Verkehrskonzeptes umgestaltet werden. Dazu gehört die Idee, dass Parken versetzt auf beiden Seiten zu erlauben.

Salzwedel. Immer wieder gibt es Diskussionen um die Belastung durch Fahrzeuge im Salzwedeler Stadtteil Perver. Die Frage, wie dieser Bereich entlastet werden kann, wurde von Planer Tobias Schönefeld beantwortet.

Und zwar im Rahmen des Verkehrskonzeptes, das als Entwurf auf der Salzwedeler Internetseite abgerufen werden kann.

Der Fachmann hat mehrere Punkte zu Papier gebracht. So sollen Baumtore für mehr Ruhe sorgen. Diese könnten zum Beispiel an der Amtsstraße und der Windmühlenbreite entstehen. Denn es gilt, den Verkehrsfluss so zu beeinflussen, dass er langsamer wird. Dazu könnte auch versetztes Parken beitragen. Der Planer spricht sich zudem dafür aus, das Modell der direkten Rechtsabbieger auf der St.-Georg-Straße wieder aufzuheben. Dann müsste nicht so oft gebremst und wieder angefahren werden.

Der Perver ist und bleibt eine beliebte Abkürzung. Warum das so ist, zeigen Messungen. Wer beispielsweise von der Kino-Kreuzung zum Parkplatz Am Chüdenwall will, braucht auf der Ernst-Thälmann-Straße und dem Schillerstraßenkreisel etwa sechs Minuten. Die Entfernung beträgt 2,6 Kilometer. Wer die St.-Georg-Straße nutzt, kommt mit fünf Minuten aus. Dort sind es 1,5 Kilometer.

Auch darüber, wie sich der Perver über die Verlängerung der Brückenstraße besser an die Ernst-Thälmann-Straße anschließen lässt, hat sich der Planer Gedanken gemacht. Sein Vorschlag: prüfen lassen, ob ein Kreisel im Bereich der Aral-Tankstelle Sinn macht.

Als sinnvoll wird die jetzige Situation am „Filmpalast“ eingeschätzt. Von dort können Kraftfahrer über die Ampelkreuzung auf die St.-Georg-Straße und damit in den Perver gelangen.

Von Christian Ziems

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