Bestehende Anlage soll für Osterwohle erweitert werden / Thema heute Abend im Ortschaftsrat

Das Ziel: Mehr Biogas aus Bombeck

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Die vorhandene Biogasanlage befindet sich 270 Meter südlich des Ortsrandes von Bombeck. Sie soll unter anderem mit einem zweiten BHKW erweitert werden.

Bombeck. Um die Ausbaupläne für die Biogasanlage, die 2006 auf dem Betriebsgrundstück der Osterwohler Schweinezucht GmbH errichtet wurde, geht es am heutigen Mittwoch ab 19.30 Uhr im Osterwohler Dorfgemeinschaftshaus.

Der Ortschaftsrat diskutiert neben der vorgesehenen Photovoltaikanlage in Groß Gerstedt (AZ berichtete) auch über dieses Bauprojekt. Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel weist darauf hin, dass interessierte Einwohner die Sitzung nutzen können, um mehr zu erfahren.

Konkret geht es darum, die Leistung der Biogasanlage zu erhöhen. Damit soll insbesondere Osterwohle über ein bereits vorhandenes sogenanntes Satelliten-BHKW (Blockheizkraftwerk) noch besser versorgt werden. Um dies zu erreichen, gilt es, einen zusätzlichen, gasdicht abgedeckten Gärrestbehälter (Durchmesser rund 40 Meter) zu errichten. Damit kann Gas gespeichert werden. Ein zweites BHKW soll helfen, bei so genannten Wärmespitzen genügend Energie ins Netz zu speisen. Außerdem wollen die Betreiber Abwärme zum Beispiel für Gärrest- und Getreidetrocknung nutzen. Zu den weiteren Bauzielen gehören ein Havariewall sowie neue Hecken, um das Landschaftsbild zu verschönern.

In der Biogasanlage werden die bei der Osterwohler Schweinezucht anfallenden, nachwachsenden Rohstoffe und Rückstände vergoren. Dazu gehören Schweinegülle (Direktleitung in den Fermenter), Gras- und Maissilage, Getreidekörner sowie andere Ackerfrüchte wie Zuckerrüben. Um die Vorhaben umsetzen zu können, ist ein Bebauungsplan nötig. Dieser beinhaltet etliche Details, um die es bei der heutigen Ortschaftsratssitzung in Osterwohle geht. Danach beschäftigt sich der Stadtrat damit.

Von Christian Ziems

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