Mieter wollen nicht hoch hinaus / Weiterer Rückbau geplant

Wohnungsbaugesellschaft: Leerstand bei knapp zehn Prozent

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Am Perver Berg lässt sich gut erkennen, was die Wohnungsbaugesellschaft als Großvermieter erreichen will. Links ist ein alter Block mit sechs Etagen zu sehen, rechts daneben die modernisierte sowie verkleinerte Variante.

Salzwedel. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) hat 2015 einen Überschuss von 600 000 Euro erwirtschaftet. Dies geht aus einem Lagebericht hervor, der am Mittwoch, 7. September, ab 18 Uhr im Finanzausschuss (Hansezimmer) Thema ist.

Wobau-Geschäftsführerin Gudrun Bubke gibt in dem Schreiben eine Prognose ab. Insbesondere die Wohnungen in den oberen Etagen sind nur schwer zu vermieten. Aufzüge können dieses Manko beheben. 4, 4 Millionen werden allein in diesem Jahr für das Modernisieren sowie den Rückbau ausgegeben. Schwerpunkte liegen Am Perver Berg 7 bis 11 und an der Buchenallee 17 bis 25. Damit werden 48 Wohnungen vom Markt genommen und die verbleibenden 48 (1. bis 3. Etage) aufgewertet.

Weil der Bedarf nach gehobener Ausstattung wächst, die auch für ältere und behinderte Menschen geeignet ist, wird ein weiterer Neubau ins Auge gefasst. Dieser soll an der Neutorstraße 59 entstehen. Als Vorbild dient die Große Pagenbergstraße 57. Ein weiteres größeres Projekt 2016 ist das Erneuern der Heizungs- sowie Trinkwasserinstallationen am Friedensring. Gerade in den von 1969 bis 1980 errichteten Gebäuden sind solche Arbeiten nötig.

Zum Unternehmen gehörten 2015 insgesamt 2510 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 140 000 Quadratmetern. Der Leerstand wird mit 9,6 Prozent beziffert. Dazu gehören 26 Wohnungen, die nicht mehr vermietet werden, weil es an den Gebäuden großen Sanierungsbedarf gibt. „Hier wird in den nächsten Jahren weiterhin ein Investitionsschwerpunkt liegen“, heißt es im Lagebericht. Die durchschnittliche Sollmiete liegt bei 4,14 Euro pro Quadratmeter. Um den vorhandenen Bestand attraktiv für Mieter zu halten wurde und wird modernisiert. Dazu gehören Balkone genauso wie Barrierefreiheit und Wechselsprechanlagen. Insbesondere bei Mieterwechseln wird umfangreich saniert. 2015 wurden 269 Verträge gekündigt. Mit 289 neuen Mietverträgen konnte dies aufgefangen werden. Die Fluktuationsquote liegt bei 10,7 Prozent. Darüber hinaus verwaltet das Unternehmen 20 Wohnungen und 16 Garagen beziehungsweise Stellplätze für Dritte.

Von Christian Ziems

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