Unmut über begonnenes Bauprojekt an der Salzwedeler Wollweberstraße

„Wir werden nicht gehört“

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Gestern Vormittag stand der Bereich an der Ecke Mittelstraße im Mittelpunkt. Dort endet der erste Abschnitt des Ausbaus.

Salzwedel. Wenn Brigitte Schulz aus dem Haus schaut, steigt bei ihr der Ärger besonders an. Denn die Bewohnerin der Wollweberstraße ist mit den begonnenen Ausbauarbeiten alles andere als zufrieden.

„Wir werden nicht gehört“, bemängelte die Rentnerin und zeigte der Altmark-Zeitung auf einem Zettel, welche Änderungswünsche sie hat. Dazu gehört, dass die Straße so ausgebaut wird, wie sie jetzt ist. Und zwar mit drei verschiedenen und nicht wie nun geplant sieben verschiedenen Pflasterarten. „Wir sind schließlich in der Altstadt und es wäre doch schade, wenn der Charakter verloren geht“, begründet die Salzwedelerin. Sie macht sich auch Sorgen, dass die Gehwege schmaler werden und die Mosaike darum nicht wieder so eingesetzt werden können, wie vorher. Die Anwohnerin hat Kontakt mit der Denkmalbehörde in Halle aufgenommen.

Der Gehweg wird seit Anfang der Woche aufgenommen.

Von der Art und Weise, wie die Stadt mit dem Thema Ausbau allgemein umgeht, ist sie enttäuscht. Anfragen über eine Stadträtin wurden vom Bauamt ihrer Ansicht nach nur oberflächlich beantwortet. Außerdem hätte sich Brigitte Schulz eine zweite Einwohnerversammlung gewünscht. Denn bei der ersten, die mangels Tontechnik nur schwer zu verstehen war, gab es einige Einwände. Dazu gehört, dass das Parken so wie jetzt nur einseitig erlaubt wird. Vorgesehen ist allerdings das beidseitige Abstellen der Fahrzeuge. „Wie sollen denn dann die Müllwagen an die Häuser kommen? Ganz zu schweigen von Feuerwehr und Krankenwagen“, macht sich die Rentnerin Gedanken. Ebenso wie über das Thema Bäume. Große Gewächse kommen für sie nicht in Frage. Die Rentnerin befürchtet, dass die neuen Bäume irgendwann an die Häuser der Wollweberstraße wachsen, weil sie nicht regelmäßig gepflegt werden.

Brigitte Schulz wünscht sich, dass die Verantwortlichen im Rathaus und auch der Stadtrat mehr auf die Einwohner eingehen. „Es kommt einfach nichts“, ärgert sich die Salzwedelerin, die noch viele Fragen hat, über die mangelhafte Informationspolitik seitens der Kommune.

Von Christian Ziems

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