30-jähriger Salzwedeler wegen Drogenbesitz verurteilt

„Wir sind doch nicht im Jugendgericht“

klü Salzwedel. Entrüstet wurde der Vorschlag des Verteidigers durch die Staatsanwältin zurückgewiesen. „Wir sind hier doch nicht im Jugendgericht, wo eine Verwarnung ausreicht“, empörte sich diese.

Wegen unerlaubten Drogenbesitzes musste sich ein arbeitsloser Salzwedeler vor Gericht verantworten.

Im Gericht

Bei einer Kontrolle fiel Polizeibeamten im Januar ein 30-Jähriger mit Marihuana und 11,6 Gramm Amphetaminen auf „Mein Mandant räumt den Vorwurf ein und ist bereit, einen Entzug zu machen. Vielleicht könnten wir es bei einer Verwarnung und einer richterlichen Verfügung für eine Therapie belassen“, schlug der Verteidiger vor.

Dies wurde jedoch rigoros abgelehnt. „Da sitzt ein erwachsener Mann mit einer guten Berufsausbildung als Kfz-Mechatroniker und einem Kind, für das er verantwortlich ist“, so die Staatsanwältin. Auch die drei Einträge für Erschleichung von Leistungen im Strafregister sprachen in den Augen des Gerichtes gegen ein Einstellen des Verfahrens. Neben einer Geldstrafe von 130 Euro wurde dem Angeklagten auch nachgelegt, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um von den Drogen loszukommen.

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