Staat fordert: VKWA soll sich vor Angriffen aus dem Internet schützen

Wenn das Wasserwerk plötzlich ausfällt

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Das Siedenlangenbecker Wasserwerk aus der Vogelperspektive. Die Bundesregierung will, dass solche Einrichtungen möglichst gut vor Hackerangriffen geschützt werden. Darum steht eine Überprüfung an.

Salzwedel. Terroranschläge sind nicht nur in Großstädten denkbar. Der Staat fordert nun Unternehmen auf, sich gerade im IT-Bereich besser zu rüsten. Dies betrifft auch den Verband Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung.

„Ist es wirklich möglich, dass das Wasserwerk per Computertechnik abgestellt werden kann“, wollten die Anwesenden bei der Verbandsversammlung wissen. „Ja“, antwortete Geschäftsführer Jens Schütte. Aber von außen ist dies nur mit einem Hackerangriff, wenn also Spezialisten in das System eindringen, denkbar. So etwas ist der Einheitsgemeinde Arendsee passiert. Die offizielle Internetseite wurde geknackt.

Bis Mitte 2016 muss der Verband nachweisen, wie er sich vor der digitalen Kriminalität schützt. Dies betrifft nicht nur das Wasserwerk in Siedenlangenbeck. Von dort wird der Bedarf Größtenteils abgedeckt. Auch eine gewollte Funktionsstörung der Kläranlage Salzwedel würde der Bevölkerung schaden.

Für die Mitarbeiter des Verbandes ist dies aber nicht die einzige Herausforderung. Die Bundesregierung will in Sachen Energiesparen Klarheit. Konkret geht es um die Frage, ob es noch Potential gibt, dass ausgenutzt werden kann. Jens Schütte vermutet, dass dahinter eine Reduzierung des CO2-Verbrauches steht. Er vermutet deshalb, weil es noch keine klare Verordnung gibt, wie die Prüfung in den Unternehmen aussieht. Klar scheint, dass Experten den VKWA von Kopf bis Füße testen werden. „Wenn man investiert, lässt sich sicherlich in Zukunft auch weiter sparen. Aber das wissen wir selber“, machte Jens Schütte am Donnerstagabend deutlich.

Von Christian Ziems

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