1400 Frauen und Männer sind nun auf dem ersten Arbeitsmarkt aktiv

Weniger Hartz-IV-Empfänger im Altmarkkreis

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Der Schwerpunkt der Arbeit des Jobcenters 2015 lag darin, möglichst viele Arbeitslose wieder in Lohn und Brot zu bekommen. Bei 1400 Altmärkern gelang dies.

Altmarkkreis. 7736 Einwohner des Altmarkkreises bekommen Geld nach Sozialgesetzbuch II und werden vom Jobcenter betreut. Davon gelten 5748 Frauen und Männer als erwerbsfähig.

Diese Zahlen stammen aus einem aktuellen Bericht, der gestern Abend beim Kreisausschuss vorgestellt wurde.

Der Chef des Jobcenters, Arnold Schulze, stellte gestern den aktuellen Bericht vor.

Demnach lag der Schwerpunkt der Arbeit des Jobcenters 2015 darin, möglichst viele Arbeitslose wieder in Lohn und Brot zu bekommen. Bei 1400 Altmärkern gelang dies. Sie haben nun ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis und sind nicht mehr auf Hartz IV angewiesen. Damit sang auch die Zahl der Frauen und Männer, die Ansprüche auf die staatlichen Leistungen haben. Und zwar um sechs Prozent. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt lag 2015 bei Minus ein Prozent. Was die Langzeitarbeitslosen angeht, konnte im Altmarkkreis sogar eine Reduktion von sieben Prozent erreicht werden. Die Arbeitslosenzahl sank insgesamt um fünf Prozent.

36 007 Beschäftigte waren 2015 registriert. 41 Prozent davon arbeitet in sonstigen Dienstleistungen. Danach folgen das produzierende Gewerbe (33 Prozent), der Bereich Handel, Verkehr sowie Gastgewerbe (21 Prozent) und Land-, Forstwirtschaft / Fischerei (fünf Prozent).

Ein großer Teil der Frauen und Männer im Dienstleistungssektor sind in Gesundheitszentren aktiv (Altmark-Klinikum, Median Klinik Kalbe und Kurklinik Arendsee). Weitere wichtige Arbeitsfaktoren sind die Bereiche Kunststoff, Gummi, Automobilzulieferer, Holzwirtschaft, Glasindustrie, Ernährung, Energie sowie Umwelt. Die Quote der Menschen, die den Kreis täglich für die Arbeit verlassen (40 Prozent) ist übrigens doppelt so hoch wie die der Frauen und Männer, die einen Job in der Region haben, aber nicht direkt hier wohnen (20 Prozent). Ein Schwerpunkt des Jobcenters: Künftige Arbeitskräfte zu qualifizieren. 2015 wurde 459 junge Erwachsene im Alter zwischen 25 und 35 Jahren betreut, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Mehr als ein Drittel davon hat zudem die Schule nicht abgeschlossen.

Von Christian Ziems

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