Kassen warnen: Bei Hitze auf eiweißreiche Lebensmittel verzichten

Weniger Erkrankungen durch Salmonellen

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Eiweißreiche Lebensmittel sollten gerade im Sommer kühl gelagert werden, denn sonst droht Gefahr durch Salmonellen.

Altmark. 275 Menschen wurden in den vergangenen sechs Monaten mit einer Magen-Darm-Infektion durch Salmonellen in Sachsen-Anhalt gemeldet. Das sind jedoch nur halb so viele Fälle wie der Durchschnitt der ersten Jahreshälften der vergangenen fünf Jahre.

Das berichtete die Techniker Krankenkasse (TK) in Magdeburg und bezieht sich dabei auf Auswertungen des Robert-Koch-Instituts (RKI).

„Besonders an heißen Tagen ist das Bakterium sehr aktiv“, erklärte Jens Hennicke, Leiter der TK in Sachsen-Anhalt. „Deshalb ist besondere Vorsicht bei eiweißreichen Lebensmitteln geboten. Werden diese falsch gelagert oder nicht durchgehend gekühlt, sind sie die Hauptursache für Salmonelleninfektionen.“ Ernährungsexperten raten ohnehin, dass bei starker Hitze lieber auf bestimmte Lebensmittel verzichten werden sollte – beispielsweise auf Mett oder rohe Eier.

Besonders Säuglinge, Kleinkinder, alte Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind durch eine Infektion mit den Darmkeim gefährdet. Salmonellen können mehrere Monate überleben und lassen sich auch durch Einfrieren nicht abtöten. Die Krankheitssymptome wie plötzlicher Durchfall, Übelkeit und Erbrechen zeigen sich innerhalb von ein bis drei Tagen nach Aufnahme der Erreger. Zudem können Bauchkrämpfe, hohes Fieber und Kopfschmerzen auftreten.

Nach wenigen Tagen klingen die Krankheitsanzeichen meist ab. Die Betroffenen erholen sich schnell, wenn sie den durch den Salmonellenbefall bedingten Flüssigkeitsverlust ausgleichen.

Von Katja Lüdemann

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