Viele Ausbildungsabbrüche in der Altmark / Falsche Erwartungen an den Beruf sind der Hauptgrund

„Von Kochshows inspiriert“

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Ob der auserwählte Ausbildungsberuf tatsächlich der richtige ist, können Jugendliche schon vorher in Praktika, beispielsweise in den Schulferien, austesten.

Salzwedel. Falsche Erwartungen an den Beruf, ein schlechtes Betriebsklima, gesundheitliche Gründe, zu hohe Kosten bei der Ausbildung oder auch Arbeitszeiten bis in den Abend und an Wochenenden – die Gründe für Auszubildene, ihre Lehre abzubrechen, sind vielfältig.

„56,9 Prozent aller Vertragsauflösungen sind im ersten Lehrjahr zu verzeichnen“, berichtet Yvonne Papke, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Stendal. Dies seien Anzeichen dafür, dass ersterer Grund der häufigste ist. Yvonne Papke nennt als Beispiel dafür den Beruf des Kochs. „Hier wird mehr als jede zweite Berufsausbildung aufgelöst. “ Viele Jugendliche ließen sic“h von Kochshows inspirieren“ und würden dann erst im Berufsalltag merken, dass diese wenig mit der Realität zu tun haben, lautet ihre Vermutung.

Welche Berufe die höchsten Abbrecherquoten im Altmarkkreis vorweisen, darüber werden keine Daten erhoben. Landesweit werden im Frisörhandwerk (61,7 Prozent), in den Kochberufen (59,3 Prozent), bei den Hotelfachleuten (52,3 Prozent) und Restaurantfachleuten (50,8 Prozent) die meisten Ausbildungen abgebrochen. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 31.9 Prozent (4431 Ausbildungsverträge wurden vorzeitig aufgelöst). Deutlich seltener brechen Verwaltungsfachangestellte, Chemikanten, Bankkaufleute, Medizinische Angestellte, Industriekaufleute oder auch Mechatroniker ihre Lehre ab. [...]

Von Birte Grote

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