Angeklagter war mit 1,67 Promille auf dem Weg zur Arbeit

Volltrunken und volle Pulle über den Kreisel

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Der Kalbenser, der im Dezember volltrunken über den Chüttlitzer Kreisel gerauscht ist, muss 1400 Euro bezahlen.

klü Salzwedel. Mit 1,67 Promille war der Angeklagte im Dezember 2015 über den Chüttlitzer Kreisel gerauscht und hatte sich überschlagen. Nun musste sich der Kalbenser (53) vor dem Salzwedeler Amtsgericht verantworten.

Im Gericht

Der Lagerarbeiter war gegen 21 Uhr auf dem Weg zu seiner Nachtschicht in Uelzen: „Ich habe mit einem Kollegen vorher noch ein paar Bier getrunken und war sicher, es wird gut gehen“, erzählt der gelernte Zimmermann.

Für den Bruchteil einer Sekunde nickte der 53-Jährige dann hinter dem Steuer seines VW Caddy ein und brauste ungebremst quer über den Chüttlitzer Kreisel. Dabei überschlug sich das Fahrzeug und kam am Ende auf der Seite zu liegen „Sie können froh sein, dass Sie nicht gegen einen Baum gefahren sind, sonst wäre das anders ausgegangen“, appellierte Richter Klaus Hüttermann.

Für Unglaube sorgten zunächst auch die Fotos vom Unfallgeschehen – rund um das Auto lagen zerbrochene sowie volle Bierflaschen. „Ich habe vergessen, die Kisten auszuladen“, so der Angeklagte. „Mein Mandant braucht seinen Führerschein, sonst verliert er seinen Arbeitsplatz“, legte die Verteidigerin dar.

Dem konnte Richter Hüttermann nicht nachgeben: „Sie sind vorsätzlich gefahren. Und Sie haben beim Trinken doch schon so einiges an Übung“, kommentierte Hüttermann den nach dem Unfall mit 1,67 Promille anstandslos absolvierten Kooerdinationstest des Kalbensers. Er verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 1400 Euro. Den Führerschein ist der Angeklagte noch für weitere acht Monate los. „Mehr kann ich nicht für Sie tun. Aber Sie leben noch und dass ist das Wichtigste“, so Hüttermann.

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