Urteil gefällt / 27-Jähriger aus der Reichsbürgerbewegung akzeptiert keine staatliche Autorität

Maß ist voll: Zehn Monate Gefängnis

klü Salzwedel. Vollbesetzte Bänke und Tränen gab es bei der Verhandlung gegen einen 27-Jährigen aus einem Arendseer Ortsteil. Der junge Mann war mehrmals ohne Führerschein unterwegs gewesen.

Zwischen Januar und Februar war der gebürtige Osterburger im Raum Arendsee und Binde gleich drei Mal der Polizei aufgefallen. „Er ist bekannt. Auch, dass er ohne gültigen Führerschein unterwegs ist. Sein Bulli fällt auch gleich auf“, gaben die Polizeibeamten zu Protokoll. Bei einer Kontrolle war Wagen des Angeklagten nur durch Ausbremsen seitens der Polizei zum Stillstand zu bringen gewesen.

In Handschellen war der 27-Jährige, der zu der Reichsbürgerbewegung gehört, im Amtsgericht vorgeführt worden. Schon im Vorfeld hatte er sich geäußert, nicht zum angesetzten Termin zu erscheinen, da er keine staatliche Autorität akzeptieren würde. Aussagen wollte der Angeklagte nicht. Er forderte Einsicht in die Beweise und Fotos und warf der Staatsanwaltschaft Verfahrensfehler vor. Immerhin hätte er einen tschechischen Führerschein vorgezeigt. In einem anderen Verfahren im Februar war dem Angeklagten bereits deutlich gemacht worden, dass dieser in Deutschland ungültig sei.

Damals war der 27-Jährige, der mehrmals wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Körperverletzung aufgefallen war, zu zehn Monaten Haft verurteilt worden. Für die neuen Vergehen ließ Richter Klaus Hüttermann ihn nun aus dem Gerichtssaal heraus ins Gefängnis bringen.

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