Bildung für alle Menschen

Urania Salzwedel feiert ihr 25-jähriges Bestehen

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„Das Projekt“ mit Emily Helmeke, Silas Meyer, Justus Hecker und Niklas Faeseke umrahmte die Jubiläumsfeier der Salzwedeler Urania mit einigen musikalischen Darbietungen.

leh Salzwedel / Chüttlitz. 432 Fahrten und Reisen sowie 75 000 förderfähige Veranstaltungsstunden mit über 120 000 Teilnehmern in 25 Jahren. Das ist die Bilanz der Salzwedeler Urania seit Juli 1991.

Urania-Landesgeschäftsführerin Andrea Maindok gratulierte Salzwedels Urania-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Fölsch und Ortsvorsitzende Ute Lippstreu (r.) zum 25-jährigen Urania-Bestehen in der Jeetzestadt. Mit 163 Mitgliedern ist der Salzwedeler Verein der größte im Land.

Dieses Resümee zog Ortsvorsitzende Ute Lippstreu am Freitag während der Festveranstaltung im Vereinsheim der Kleingartensparte „Flögsand“ Chüttlitz.

Auf den Tag genau vor 25 Jahren gründete sich die Salzwedeler Urania neu. Grund genug, das kleine Jubiläum auch am 8. Juli zu feiern. Wie Ute Lippstreu weiter informierte, hat der Salzwedeler Verein derzeit 163 Mitglieder und ist damit der größte im Sachsen-Anhalt. Neben Magdeburg und Staßfurt, existiert auch im Landkreis Harz sowie in der Lutherstadt Wittenberg eine Urania-Geschäftsstelle. Zwar gab es nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 zahlreiche Neugründungen auf dem Gebiet der früheren DDR, doch die Urania existiert schon seit über 125 Jahren, sagte Ute Lippstreu. So unter anderem in Berlin, Magdeburg und Wien. „Wir sehen uns als Bildungsträger in der Altmark. Die Reisen führten bislang in 25 Länder Europas. So zum Beispiel nach Rom, Paris und London“, führte die Salzwedeler Ortsvorsitzende weiter aus. So ist der Verein seit 25. Mai 1992 auch als förderfähige, anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt und wird vom Kultusministerium finanziell unterstützt.

Ein Torte durfte zum 25-jährigen Jubiläum nicht fehlen.

Ute Lippstreu warf auch einen Blick auf die Anfänge der Salzwedeler Urania nach der politischen Wende. 25 Frauen und Männer trafen sich am 8. Juli 1991 zur Gründungsversammlung. Mit dabei war auch der jüngst verstorbene Günter Scholz. Nicht unerwähnt ließ Ute Lippstreu das Engagement vom früheren Landes-Kultusminister Karl-Heinz Reck. Der Salzwedeler war einer der Unterstützer der Urania-Neugründung in der Jeetzestadt. Trotz der zahlreichen Erfolge in den 25 Jahren, gab es auch einen Wermutstropfen. Denn während der Zeit musste die Stendaler Nebenstelle geschlossen werden.

Die Landesgeschäftsführerin Andrea Maindok sowie der Salzwedeler Urania Geschäftsführer Dr. Wolfgang Fölsch gingen während ihrer Reden auf die Bedeutung der Urania in der heutigen Zeit ein. „Mit der Neugründung der Urania kostet Bildung plötzlich Geld. Dennoch können wir seit 1990 die Themen frei wählen und so sprechen, wie wir denken“, merkte Fölsch an und ergänzte, dass sich die Förderrichtlinien immer wieder geändert und auch gekürzt wurden. Auch ob die Urania in der heutigen medialen Welt noch Sinn macht, fragte der Geschäftsführer.

„Die Urania ist ein Ort der intellektuellen Begegnung. Wir bleiben als Bildungsverein ein Ort, auch wenn wir auf Bildungsreisen gehen, wo nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern auch geistiger Austausch passiert. Das kann das Fernsehen nur schwerlich leisten“, so Fölsch. Und abschließend zitierte er Mark Twain sowie eine indische Redewendung: „Alles, was man im Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher. Nur der Unwissende wird böse. Der Weise versteht.“

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