Finanzausschuss lehnt Kauf des Bahnhofsgebäudes durch Stadt ab

„Unkalkulierbares Risiko“

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Das leerstehende und wenig attraktive Bahnhofsgebäude wird nicht von der Stadt gekauft. Mit der Machbarkeitsstudie sollen Pächter und mögliche Kaufinteressenten gefunden werden.

bg Salzwedel. Der Finanzausschuss hat einem Antrag der Fraktion SPD und „Für Salzwedel“, das die Stadt das Bahnhofsgebäude nicht kauft, zugestimmt.

„Die Machbarkeitsstudie wurde unter der Prämisse beschlossen, dass der Bahnhof nicht gekauft wird“, erinnerte Burkhard Rechel am Mittwochabend im Finanzausschuss und erhielt dafür von der Mehrheit der Mitglieder Zustimmung. Auch in der abschließenden Abstimmung war das Ergebnis eindeutig. Martin Schulz (Die Grünen) hatte sich gegen den Antrag ausgesprochen und große Bedenken geäußert. „Wir überlassen das Gebäude komplett dem Verfall“, so das Stadtratsmitglied.

„Die Kosten sind einfach zu hoch“, entgegnete Norbert Hundt. Er hatte gemeinsam mit seiner Fraktion den Antrag gestellt, weil ein Kauf mit rund 3,5 Millionen Euro ein unkalkulierbares Risiko darstelle. Stattdessen solle das sanierungsbedürftige und für Mitarbeiter gesundheitsgefährdende, schimmelnde Rathaus saniert werden, so der Antrag der Fraktion. „Man betritt doch normalerweise gar nicht das Gebäude“, argumentierte Norbert Hundt. „Wenn man Zug fährt, fährt man fünf Minuten vorher zum Bahnhof, geht gleich zum Gleis und wenn man am Bahnhof ankommt, betritt man doch auch das Gebäude nicht, um sich dort aufzustellen, sondern fährt nach Hause“.

„Da werden Begehrlichkeiten geweckt, die wir uns nicht leisten können“, lautete das Fazit von Susann Meinecke.

Von Birte Grote

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