Ungewöhnliche Häufung vermisster Tiere im Gebiet der Verbandsgemeinde

Angst vor Katzenfängern

Erika Grabenstein (73) vermisst ihre Katze „Felix“. Sie vermutet, dass das Tier von Profis eingefangen wurde.
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Erika Grabenstein (73) vermisst ihre Katze „ Felix“. Sie vermutet, dass das Tier von Profis eingefangen wurde.

Apenburg/Ahlum. Immer wenn der Wechsel von Winter- zu Sommerfell oder anders herum bei Katzen vollzogen ist, klingelt im Tierheim in Ahlum das Telefon. „Haben sie eventuell meine Katze gefunden?“, fragen die Anrufer.

Die Tierpflegerin Manuela Wagenhaus findet das sehr auffällig und geht davon aus, dass Katzenfänger in der Region unterwegs sind. „Es wird meistens gleich nach mehreren vermissten Tieren aus einem Ort gesucht“, so Wagenhaus.

Dass in einigen Gebieten der Welt Katzen kulinarisch gesehen eine Delikatesse darstellen, daran möchte Erika Grabenstein nicht denken. Denn: Vor kurzem ist ihre Katze Felix verschwunden. „Das etwa ein Jahr alte Tier war auf einmal wie vom Erdboden verschluckt“, berichtet die 73-jährige Apenburgerin traurig.

Ähnliche Geschichten erzählt man sich in den vergangenen Wochen des Öfteren in Apenburg-Winterfeld. Es ist die Rede davon, das professionelle Katzen- und sogar Hundefänger umgehen. Deren verdächtiges Treiben auf den Straßen wurde von Bürgern bereits beobachtet. Zwei Autos – Hundefänger genannt – mit einem Kastenaufsatz wurden zu den frühen Morgenstunden und abends beobachtet, wie sie in den Dörfern ihre Runden machen, heißt es. Doch niemand hat bislang auf die Nummernschilder der roten und weißen Fahrzeuge geachtet.

Manuela Wagenhaus glaubt, dass die Tiere aufgrund ihrer Felle gefangen werden. Zuletzt häuften sich die Anrufe im Tierheim im April und Mai.

Erika Grabenstein berichtet zudem, dass vor geraumer Zeit auch ihr Kater Moritz verschwand. Dabei waren beide Tiere keine Streuner, sondern blieben lediglich auf dem Grundstück. „Wer macht so etwas und fängt Katzen ein, die einen ehrlichen Besitzer haben?“, fragt Erika Grabenstein.

Auch in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf häuften sich in den vergangenen Monaten Berichte über spurlos verschwundene Hunde und Katzen. Dass die Tiere in staatlichem Auftrag gefangen werden, glaubt niemand. Auch die Diesdorfer Familie de Rooy beklagte in den vergangenen Monaten bereits, dass einige ihrer Katzen spurlos verschwanden. „Alle Bürger sollten daher weiterhin die Augen offen halten“, meint Erika Grabenstein.

Von Kai Zuber und David Schröder

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