17. Trabant- und IFA-Treffen lockte hunderte Gäste an den Ahlumer See / Zweitaktspiele, Quiz und Tombola

Trabi-Boom in Holland und Skandinavien

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Er nennt sich „Trabi-Opi“ und liebt seinen blitzblank polierten Kugelporsche: Reinhard Fraenkel kam aus Plate bei Schwerin zum Treffen an den Ahlumer See und zeigte den Kindern seinen Liebling.

Ahlum. Das drei Tage währende 17. Trabant- und IFA-Treffen lockte am Wochenende hunderte Gäste an den Ahlumer See.

„Ich bin froh, dass ich nach der Wende nichts verkauft habe und mich sogar noch mit Ersatzteilen eindecken konnte“, sagt Trabi-Fan Karl-Heinz Schulz (Mitte) aus dem Landkreis Stendal.

Als versierte Veranstalter der Zweitakt-Spiele mit Quiz-Stationen und Tombola erwiesen sich einmal mehr die Trabant- und IFA-Freunde Salzwedel um ihren Chef Mathias Simon. Ostblock-Fahrzeuge aller Marken und natürlich auch der legendäre Teilemarkt waren von Freitag bis Sonntag am Ahlumer See zu bewundern. Über 92 Fahrzeuge, 21 Mopeds und 65 Wohnwagen waren bereits am Sonnabend ab dem Vormittag zu bestaunen. Die Spiele der Zweitakt-Fans rund um den See waren der Gaudi schlechthin: Der Lacher ersten Ranges war das aus Holland stammende Geduldsspiel „Spikepupe“. „Dabei muss ein mit einem Strick um den Bauch gebundener Stahlstift in einen engen Flaschenhals bugsiert werden“, erklärt Wendy aus Holland.

Damit seine Frau weiß, wo er am Wochenende war, klebt Sebastian Schellhase den Ahlumer Kult-Aufkleber auf die Pappen-Scheibe.

Vor allem Holländer, Schweden und auch einige Norweger konnte Mitorganisator Mathias Simon von den Trabant- und IFA-Freunden Salzwedel in diesem Jahr begrüßen. Längst sind die Fans eine eingeschworene Truppe. Die Faszination „Trabi“ ist bis heute ungebrochen. Über 20 Jahre ist es jetzt her, da rollte das letzte Modell vom Band. Doch die Fans zieht die „Kraft der zwei Kerzen“ bis heute in ihren Bann. So war es am Wochenende auch beim 17. Trabi- und IFA-Treffen am Ahlumer See. Hunderte Gäste bestaunten vor allem am Sonnabend bei bestem Wetter die DDR-Oldtimer, deren Besitzer sich von Jahr zu Jahr über den Wertzuwachs ihrer Modelle freuen können.

Mit dabei war auch „Trabi-Opi“ Reinhard Fraenkel aus Plate bei Schwerin. Er schwört auf seine „Pappe“ genauso wie alle anderen Fans. Torwand-Schießen, Hüpfburg und eine kleine Expedition zu den Wildschweinen im Maisfeld schafften auch für die jüngsten Zweitakt-Fanatiker bleibende Erinnerungen.

Von Kai Zuber

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