Ursache soll forensisch geklärt werden /

Tote Vögel werden untersucht: Labor-Ergebnisse bald auf dem Tisch

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Ein toter Kolkrabe wurde bereits Mitte Januar sicher gestellt. Beide Vögel werden jetzt auf ihre genaue Todesursache hin untersucht.

Siedenlangenbeck / Salzwedel. Im Jeetzetal südlich von Siedenlangenbeck wurden in den vergangenen Wochen zwei tote Großvögel gefunden. Ein Kolkrabe wurde bereits Mitte Januar entdeckt.

Dieser tote Bussard wurde unlängst in einer Feuchtniederung bei Siedenlangenbeck entdeckt. Jetzt wird er forensisch untersucht.

Vor kurzem wurde nun auch ein lebloser Raubvogel gefunden, den der örtliche Jagdpächter Hans Hermann Schulz als Bussard identifizierte. Beide toten Vögel wurden in einem Umkreis von etwa 300 Metern bei Siedenlangenbeck in einem Feuchtgebiet gefunden. Der Kreisnaturschutz-Beauftragte Ralf Knapp, der die Untere Naturschutzbehörde des Altmarkkreises Salzwedel berät, konnte im Gespräch mit der AZ nicht ausschließen, dass die beiden Vögel eines unnatürlichen Todes gestorben sind. Die Häufung sei schon etwas merkwürdig, meinte Knapp. Um die genaue Todesursache der beiden Großvögel detailliert zu untersuchen, sollen diese nun zu einer forensischen Spezialuntersuchung eingeschickt werden, wie Birgit Eurich von der Pressestelle des Altmarkkreises Salzwedel auf Anfrage der Altmark-Zeitung informierte.

„Die Ergebnisse dieser Untersuchung des Fachlabors in Stendal erwarten wir dann in ein bis vier Wochen“, sagte die Pressesprecherin.

Dieser Tierkadaver gibt Rätsel auf: Das verluderte Stück lag mehrere Wochen offen in der Feldflur und war auch für Aasfresser frei zugänglich.

Eingebunden in die Untersuchungen ist unter anderem das Veterinäramt des Altmarkkreises Salzwedel. Wie die AZ erfuhr, ist auch die Obere Naturschutzbehörde in Halle /Saale auf den Fall aufmerksam geworden und verfolgt derzeit dessen Entwicklung. Ralf Knapp beobachtete indes, dass die Vogelpopulation in der besagten Feuchtniederung bei Siedenlangenbeck in den vergangenen Wochen tendenziell abgenommen habe: „Ja, es ist diesbezüglich sehr viel ruhiger in dem Gebiet geworden“, wundert sich der Fachmann. Wie Knapp informierte, untersucht derzeit ein Ornithologe aus Halle das Feuchtgebiet. Hintergrund hier sei die aktuelle Umweltverträglichkeitsstudie zum geplanten Windpark bei Siedenlangenbeck. „Der Ornithologe sammelt im Jeetzetal unter anderem Daten zum Brutverhalten und zur Raumnutzung der Vögel“, so der Kreisnaturschutzbeauftragte.

Fragen gibt indes ein weiterer Fund auf: Bis vor kurzem lag im besagten Areal ein verluderter Tierkörper. Dessen halbverwester Kadaver ist mittlerweile verschwunden, er lag jedoch längere Zeit im Feuchtgebiet.

Die Fundstelle des toten Kolkraben befand sich unweit der Fundstelle des Kadavers. Der tote Bussard wurde kürzlich etwa 250 Meter von dem halb verwesten Tierkörper entdeckt.

Hierzu erklärte Birgit Eurich vom Altmarkkreis: „Am 20. April hatte die Untere Naturschutzbehörde des Altmarkkreises erstmals Kenntnis von diesem Fund. Bei einem Ortstermin am darauf folgenden Donnerstag, war der Kadaver dann nicht mehr da.“ Das verluderte Stück lag mehrere Wochen offen in der Feldflur und war auch somit für alle Aasfresser frei zugänglich.

Von Kai Zuber

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