„Uns fehlt einfach das Geld“

Toilettensituation in Salzwedel: Abgeordnete lassen nicht locker

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Die Toilette im Burggarten ist vorhanden, aber an den meisten Tagen im Jahr geschlossen. Eine Lösung, wer die Anlage betreiben könnte, ist nicht in Sicht.

Salzwedel. Dass öffentliche Toiletten in Salzwedel fehlen, ist nicht neu. Doch seit einigen Monaten wird darüber nicht mehr öffentlich gesprochen. Stadtrat Jürgen Bangemann nutzte den Bauausschuss, um den Finger in die Wunde zu legen.

„Das Problem muss doch in den Griff zu bekommen sein“, erklärte der Osterwohler und verwies auf andere Städte, in denen das klappt. Insbesondere im Bereich der Breiten Straße und der Burgstraße sei dies dringend nötig. Ein öffentliches Toilettengebäude gibt es im Burggarten zwar, doch dieses ist meistens geschlossen. Nur bei Festen können Passanten ihre Notdurft verrichten.

Pläne der einstigen Oberbürgermeisterin Sabine Danicke, das Objekt auszubauen, wurden verschoben, da der Stadt das Geld fehlt. Ungeklärt ist auch, wie sich die Toilette betreiben lässt. „Beim Weinfest hat mich ein Interessent angesprochen.

Ich habe ihn gebeten, wegen Details noch einmal auf mich zuzukommen. Doch es passierte nichts weiter“, informierte der Bauausschussvorsitzende Karl-Heinz Schliekau. Er unterstrich zudem, dass das Betreiben der Toilettenanlage im Burggarten die Stadt pro Jahr wohl rund 20 000 Euro kosten würde. „Uns fehlt einfach das Geld“, verwies Karl-Heinz Schliekau auf die Finanznot der Einheitsgemeinde. Somit bleibt für Passanten, die mal müssen, wohl auch weiterhin nur die Variante, überwiegend Toiletten in Gaststätten sowie Cafes aufzusuchen. Auch am Bahnhof gibt es seit einigen Jahren nicht mehr die Möglichkeit, dort seine Notdurft zu verrichten.

Von Christian Ziems

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