Analyse der Stendaler Arbeitsagentur zeigt außerdem: Weniger Aufstocker durch Mindestlohn

Teilzeit und Zeitarbeit nehmen in der Altmark zu

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Immer weniger Altmärker müssen den Gang zum Arbeitsamt antreten. Das zeigt eine Analyse der Stendaler Agentur.

Altmark. Mehr Menschen in der Altmark haben Arbeit, und immer weniger von ihnen sind auf aufstockende Leistungen angewiesen – die Analyse des hiesigen Jobmarktes durch die Stendaler Arbeitsagentur fällt durchaus positiv aus.

Ganz besonders im Blickpunkt standen dabei die sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse, also Teilzeit, Zeitarbeit und Minijobs.

Weniger Arbeitslose, mehr Teilzeitjobs

Laut Agentur ist die Anzahl der Arbeitslosen in der Altmark im Zeitraum von 2013 bis 2015 um 13 Prozent gesunken (von 12 831 auf 11 119 Personen). Gleichzeitig kamen zusätzliche 1170 Menschen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

„Diese Entwicklung hat auch demografische Gründe“, erläutert Markus Nitsch, Chef der Stendaler Arbeitsagentur. Ein Teil der Arbeitslosen habe sich aus dem Erwerbsleben verabschiedet. Viele Jobsuchende hätten hingegen eine Teilzeitstelle gefunden. Deren Anzahl stieg in den Jahren 2013 bis 2015 um 881 auf 18 326. Nitsch weist darauf hin, dass beinahe jede Arbeit unter 40 Wochenstunden offiziell als Teilzeit zählt.

Zeitarbeit im Kommen, aber noch geringer Anteil

Die Zeitarbeit ist in der Altmark leicht gewachsen. Im vergangenen Jahr gingen 2048 Personen dieser Beschäftigungsform nach, 148 mehr als zwei Jahre zuvor. Insgesamt mache die Zeitarbeit mit 3,2 Prozent jedoch nur einen Bruchteil in der Altmark aus, teilt Nitsch mit. Positiv: Ein Jahr nach Tätigkeitsbeginn seien noch mehr als die Hälfte der Zeitarbeiter in Arbeit.

Mindestlohn wirkt, Rückgang bei Aufstockern

Ebenfalls positiv sieht die Arbeitsagentur den Einfluss des Mindestlohns. Das zeigt sich in den Zahlen. So sank die Anzahl der geringfügig Beschäftigten zwischen 2013 und 2015 um 834 auf 7376 Menschen. Gleichzeitig gibt es auch weniger Aufstocker – 4877, ein Minus von 895.

Von Jens Heymann

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