Tierheim Hoyersburg hat keinen Platz mehr für Katzen / Pflegefamilien gesucht

Stubentiger müssen draußen bleiben

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Die zwei Babykatzen haben Glück gehabt – sie haben eine Platz auf der Quarantäne- und Krankheitsstation bekommen. Die Geschwister teilen sich eine Box, um zusammen den Katzenschnupfen zu besiegen.

Salzwedel. Aus Krankheitsgründen geschlossen: Grund dafür sind im Tierheim Hoyersburg aber nicht die Mitarbeiter, sonden die Bewohner. In der Einrichtung können zurzeit keine Katzen mehr aufgenommen werden. Die Quarantäne- und Krankheitsboxen sind prall gefühlt.

Generell hat die Unterkunft Platz für 50 Katzen. Bevor die Stubentiger jedoch in eine Gruppe integriert werden können, müssen sie vier Wochen in Quarantäne bleiben. Damit soll ausgeschlossen werden, dass im Krankheitsfall keine anderen Tiere angesteckt werden. In der Quarantäne sind bereits 15 Samtpfötchen untergebracht und die Kapazität ist damit erschöpft.

Das Tierheim in Hoyersburg kann aus Kapazitätsgründen keine Katzen mehr aufnehmen. Es werden Pflegefamilien gesucht.

Der erste Schritt einer Katze, die ins Tierheim gebracht wird, ist der Gesundheits-check mit Impfschutz. Damit soll verhindert werden, dass sich eventuelle Krankheiten ausbreiten. Bei kranken Katzen kann sich die Quarantänezeit verlängern. Schuld sei laut Mitarbeiterin Franziska Thiemann, die Schwemme an Katzenbabys. „Die Leute machen sich einfach keine Gedanken“ und kastrierten ihre Katzen nicht, so die Tierpflegerin.

Übrigens: Samtpfötchen können dreimal im Jahr werfen. Vor allem die Babykatzen bekommen auf Grund des kalten Wetters schnell Schnupfen. Die Region um den Arendsee ist übrigens besonders von vielen Streunern betroffen.

Zwei Pflegefamilien unterstützen inzwischen das Tierheim und beherbergen zusammen acht Katzen. „Wir lassen Neuankömmlinge nicht im Stich“, so Thiemann. Die Suche nach Katzeneltern auf Zeit ist eine Lösung. Wer helfen möchte, kann sich unter Tel. (03 901) 27 739 im Tierheim melden. Katzenerfahrung, Zeit und ausreichend Platz sollten jedoch vorhanden sein. Häufig handelt es sich um Notfälle. Zurzeit sind vier Stubentiger Flaschenkinder und bekommen sechsmal am Tag Milch.

Von Ann-Kathrin Rohmann

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