Die „erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung“ im Altmarkkreis Salzwedel bezahlen die Bürger

Steuern: Drei Millionen Euro mehr

+

zds / sus Altmarkkreis Salzwedel. Einwohner und ansässige Firmen füllen durch ihre Steuern die kommunalen Kassen im Altmarkkreis.

Nachdem die Steuereinnahmen 2014 beim Landesamt für Statistik amtlich erfasst sind, wissen wir: Der Geldzufluss stieg gegenüber dem Vorjahr um 3 Millionen Euro. Unterm Strich berappten die Steuerzahler rund 56,7 Millionen Euro für die kommunalen Ausgaben im Altmarkkreis.

Ein Teil der Steuerquellen, aus denen sich der Haushalt einer Stadt oder Gemeinde und über die Umlage auch der des Landkreises speist, sind die Realsteuern. Dazu zählen die Grundsteuern (A und B) und die Gewerbesteuer.

Zu diesen Realsteuern kommen der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und der Anteil an der Umsatzsteuer hinzu. Die Quelle des Geldes ist dabei immer dieselbe: Der Mensch als Arbeitnehmer, Unternehmer, Rentner, Konsument, Eigentümer. Die Gewerbesteuer brachte 2014 im Altmarkkreis rund 25,9 Millionen Euro ein und machte damit 45,7 Prozent des Gesamtsteueraufkommens aus. Freilich bleibt nicht die ganze Gewerbesteuer in der Kasse. Es gibt eine Gewerbesteuerumlage, die abzuführen ist. 2014 betrug diese 2,6 Millionen Euro (Vorjahr: 2,4 Millionen Euro). Darüber freuen sich die Finanzminister von Land und Bund.

Im Gegenzug bekommen die Kommunen Anteile an der Umsatz- und der Einkommensteuer. Konkret sieht die Rechnung so aus: 2,6 Millionen Euro flossen ab. Aber allein aus der Einkommensteuer flossen im Gegenzug 18,5 Millionen Euro zu (Vorjahr: 17,1 Millionen Euro). Damit sorgen Arbeitnehmer und Selbstständigen über die von ihnen bezahlten Steuern auf Lohn und Einkommen allein für weitere 32,7 Prozent der kommunalen Einnahmen. Und über den kommunalen Anteil an der Umsatzsteuer kamen weitere 2,8 Millionen Euro (Vorjahr: 2,7 Millionen Euro) in die Kasse – macht 4,9 Prozent der Einnahmen. Die Grundsteuereinnahmen betrugen 2014 im Altmarkkreis Salzwedel 9,45 Millionen Euro (Vorjahr: 9,35 Millionen Euro) – also rund 16,7 Prozent.

Wer arbeitet, füllt die kommunalen Kassen und wer konsumiert, füllt sie ebenso, und zwar egal ob er Sprit kauft oder Brot oder ob er Miete bezahlt. Und der Gewerbetreibende wird gleich mehrfach zur Kasse gebeten. Nach Ergebnissen des Arbeitskreises „Steuerschätzungen“ von Mai 2015 können die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden auch in den nächsten Jahren „mit einer soliden Einnahmebasis“ rechnen. In der Steuerschätzung spiegele sich die „erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wider“, die sich in weiter steigender Beschäftigung, wachsenden Einkommen der privaten Haushalte und stabilen Gewinnen der Unternehmen äußert. So heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums.

Kommentare