Vize-Bürgermeister Andreas Vogel tritt offenbar Stelle beim Altmarkkreis an

Der Stellvertreter geht

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Vize-Bürgermeister Andreas Vogel brachte Salzwedel durch eine Phase des Umbruchs, als kein gewähltes Stadtoberhaupt auf dem Chefsessel im Rathaus saß. Nun ist bekannt geworden, dass er einen Führungsposten beim Altmarkkreis übernehmen soll.

Salzwedel. „Noch ist er da und macht seine Arbeit“, war gestern aus dem Salzwedeler Rathaus zu hören.

Doch dass Andreas Vogel, Rechtsamtsleiter und stellvertretender Bürgermeister Salzwedels, die städtische Verwaltung in Richtung Landratsamt verlässt, ist ein offenes Geheimnis. Er soll dort das neue Kreisentwicklungsamt übernehmen. Gestern tagte zudem der Kreisausschuss, der sich mit der Personalie beschäftigte.

Mit dem Abgang von Andreas Vogel muss im Salzwedeler Rathaus das Personalkarussell angeworfen werden. Für den Rechtsamtsleiter steht eine normale Ausschreibung an.

Beim Amt des stellvertretenden Bürgermeisters der Hansestadt habe die Politik hingegen ein Wort mitzureden, erfuhr die Altmark-Zeitung. Zunächst werden die Fraktionschefs informiert. Der Stadtrat kommt am Mittwoch, 28. September, zusammen. Dort könnte die Personalie nach internen Vorberatungen bereits Thema sein.

Andreas Vogel hat die Geschicke Salzwedels in der Zeit von Juli 2015, dem Abtritt Sabine Danickes, bis März diesen Jahres, dem Antritt Sabines Blümels, geleitet. Ein schwierige Phase, in der Vogel einige Änderungen in der Stadtverwaltung anschob. Etwa den Führungswechsel in der Kämmerei, nachdem sich dort die Hiobsbotschaften bei den Finanzen gehäuft hatten. Andreas Vogel hatte vom Stadtrat zudem die delikate Aufgabe aufgetragen gekommen, die Stadt im Rechtsstreit um den Bürgermeisterposten gegen seine künftige Chefin Sabine Blümel zu vertreten.

Die Vollzeitstelle des Amtsleiters für Kreisentwicklung soll zum frühestmöglichen Zeitpunkt besetzt werden, steht unterdessen in der Ausschreibung des Altmarkkreises. Nach Auskunft der Pressestelle sind sechs Bewerbungen eingegangen. Dem Kreistag wird, so hieß es weiter, am Montag, 26. September, ein Beschluss zum Besetzen der Stelle vorgelegt. Das neue Amt soll entsprechend der Verfügbarkeit des eingestellten Amtsleiters gebildet werden. Die bereits vorhandenen Mitarbeiter sollen dann in die neue Struktur zusammengeführt werden, lautet der Plan in der Kreisverwaltung.

Der Amtsleiter für Kreisentwicklung soll unter anderem das Landratsbüro führen, die Öffentlichkeitsarbeit koordinieren und sich um EU-Belange widmen. Darüber hinaus kümmert er sich laut Ausschreibung um ländliche Entwicklung sowie Wirtschafts- und Tourismusförderung.

Von Jens Heymann

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