Verwaltung wartet auf Ortsvorsteher – vielleicht bis 2019

Steinitz bleibt noch führungslos

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Heike Köhler will Ortsvorsteherin von Steinitz werden.

Salzwedel / Steinitz. Seit dem Ende der Eigenständigkeit ist es still geworden um die Altgemeinde Steinitz. Einen Ortschaftsrat gibt es nicht, die Orte Kemnitz und Ziethnitz spielen in der Stadtpolitik kaum eine Rolle.

Dabei ist der Wille zur politischen Teilhabe in den beiden Salzwedeler Ortsteilen nicht erloschen. Mit Heike Köhler hat die ehemalige Stellvertreterin des vormaligen Bürgermeisters Ernst-Otto Schuhl längst ihren Willen, als Ortsvorsteherin zu wirken, kundgetan. Und zwar während der städtischen Hauptausschusssitzung im November 2014.

Heike Köhler wartet seitdem noch immer auf eine konkrete Antwort. „Ich bin nach wie vor interessiert“, hatte sie kürzlich der AZ per Telefon bestätigt. Die Stadtverwaltung habe sich immer melden wollen. Ex-Oberbürgermeisterin Sabine Danicke habe der Steinitzerin allerdings mitgeteilt, dass es wohl auf eine Wahl im Jahr 2019 hinauslaufen werde.

Diese Jahreszahl ist auch in der städtischen Hauptsatzung verankert. Diese wurde 2015 geändert. Dort heißt es: „In Steinitz wird ein Ortsvorsteher gewählt.“ Ein Absatz weiter: „... zur am 1. Juli 2019 beginnenden Wahlperiode ...“. Dies dürfte allerdings als spätmöglichster Zeitpunkt zu verstehen sein.

Die AZ fragte im Rathaus nach und bekam eine überraschende Antwort: Die Stadtverwaltung dürfe niemanden vorschlagen und auch über keinen Kandidaten entscheiden. Das sei allein Sache der Abgeordneten, heißt es sinngemäß. „Nun werden die Vorschläge der Stadtratsfraktionen erwartet“, teilte Stadtsprecher Andreas Köhler mit.

Der Ortsvorsteher für Steinitz, ob nun Heike Köhler oder eine andere Person, muss auf jeden Fall von den Einwohnern gewählt werden. Unterstützerunterschriften sind nicht notwendig.

Von Jens Heymann

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