„Filmpalast“-Chefin Bode erzielt Kompromiss im Streit mit Disney

„Star Wars“ in Salzwedel

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Salzwedel / München. Der neueste Krieg der Sterne – „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ findet ab dem 17. Dezember nun doch in Salzwedel statt.

Seit April boykottiert der „Filmpalast“ in Salzwedel alle Filme – mit Ausnahme von „Star Wars“ – aus dem Disney-Konzern. Dieser will höhere Verleihgebühren durchdrücken. Die Kinobesitzer fürchten, dass andere Verleiher dem folgen würden.

„Filmpalast“-Inhaberin Barbara Bode hat bei Verhandlungen mit der deutschen Disney-Vertretung in München für den meist erwarteten Film des Jahres eine Einigung erzielt. Denn seit April boykottieren unabhängige Kinobesitzer in Deutschland, und dazu zählen auch die Lichtspielhäuser in Salzwedel und Uelzen, die Streifen des US-Unterhaltungsriesen. Dieser will höhere Verleihgebühren – aber genau dagegen wehren sich die Kinobetreiber. „Wir haben ,Star Wars‘ von den Verhandlungen ausgenommen“, rekapituliert Barbara Bode das Treffen in München. „Die Leute wollen den Film sehen. Sie sollen aber auch wissen, welche Problematik dahinter steckt.“ Denn der Kompromiss beim Krieg der Sterne hat seinen Preis, sprichwörtlich.

Drei Euro Aufschlag müssen Kinobesucher bezahlen, rechnet Barbara Bode vor. Und zwar für die 2D- und die 3D-Fassung. Macht für einen Erwachsenen beispielsweise am Wochenende einen Kartenpreis von 12,50 (3D) bzw. 10,50 Euro (2D). Damit seien die Altmärker noch mit dem Minimum dabei, so die Kinochefin. In Magdeburg koste die Karte 14,50 Euro, in Lüneburg bis zu 17 Euro.

Im Januar sollen die Verhandlungen mit Disney weitergehen. „Es macht bislang einen konstruktiven Eindruck“, schildert Barbara Bode. Das sei in den vergangenen Monaten anders gewesen.

Von Jens Heymann

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