Gästeführer beenden ihre Ausbildung / 17 neue fachkundige Salzwedeler

Für die Stadt begeistern

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Die Teilnehmer der Ausbildung zum Gästeführer brachten viel Begeisterung für ihre Hansestadt Salzwedel mit. Ob auch alle als Stadtführer aktiv werden ist nicht sicher, denn der Kurs war als offenes Bildungsangebot gedacht.

Salzwedel. Nicht nur der geschichtliche Hintergrund zählt, auch die Didaktik – also die richtige Ansprache – ist immens wichtig. Genau dieses Handwerkszeug bekamen 17 Teilnehmer einer Grundausbildung für Gästeführer im vergangenen halben Jahr.

Am Sonnabend beendeten sie erfolgreich im IGZ diesen Kurs. Das Angebot hatten mit dem Kulturbetrieb, der Urania und der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) gleich drei Salzwedeler Institutionen auf die Beine gestellt.

Dagmar Hauptstein war eine der Teilnehmerinnen, die sich von dem Angebot direkt angesprochen fühlte. Die gebürtige Hansestädterin fand auch schnell ein Thema, das sie selbst so spannend fand, dass es für sie eine Herzensangelegenheit war, dieses Interessierten näher zu bringen. Hauptstein beschäftigte sich mit den zwei Städten aus denen Salzwedel einmal bestand. „Daran kann man leicht erklären, warum es zwei Rathäuser und so viele Kirchen in Salzwedel gibt“, erzählte sie im Gespräch mit der AZ.

Für Dr. Wolfgang Fölsch (Urania), Constanze Neuling (Kulturbetrieb) und Ludger Nagel (KEB) sind solche Mitstreiter ein Glücksfall. „Das waren 17 Teilnehmer, die für die Stadt Salzwedel stehen“, betonte Ludger Nagel. Die neuen Gästeführer würden mit offenen Augen durch die Stadt gehen und viele Einzelheiten erklären können, aber auch einen Blick für nicht so schöne Flecken der Innenstadt haben, ergänzte Nagel.

Constanze Neuling betonte, dass der Kurs nicht bewusst eine Ausbildung für Stadtführer gewesen sei: „Da muss sich jeder Teilnehmer persönlich einschätzen, ob er das will.“ Alle hätten nun aber das nötige Handwerkszeug nach 156 Ausbildungsstunden.

Fölsch, Neuling und Nagel berichteten zudem von einer sehr guten Gruppendynamik, die die Teilnehmer entwickelt hätten. „Da gibt es jetzt viele neue fachkundige Salzwedeler“, erklärte Ludger Nagel.

Bei Dagmar Hauptstein war diese Begeisterung für ihre Heimatstadt deutlich spürbar: „Ich wollte einfach etwas für und in der Stadt machen. Mit diesem Wissen, sehe ich viele alte Häuser mit ganz anderen Augen“, erklärte sie ihre große Faszination.

Von David Schröder

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