In und um Salzwedel

Spurlos verschwunden: Katzenhalter vermissen mehr als 40 Tiere

Das Tierheim Hoyersburg registriert seit Wochen eine hohe Anzahl vermisster Vierbeiner in der Region. Ob sie überfahren, eingesperrt, auf längerer Wanderung oder gar weggefangen worden sind, lässt sich häufig nicht klären.
+
Das Tierheim Hoyersburg registriert seit Wochen eine hohe Anzahl vermisster Vierbeiner in der Region. Ob sie überfahren, eingesperrt, auf längerer Wanderung oder gar weggefangen worden sind, lässt sich häufig nicht klären.

Hoyersburg / Ahlum. In der nordwestlichen Altmark sind in den vergangenen Wochen rund 40 Katzen spurlos verschwunden. Entsprechend viele Anrufe hat das Hoyersburger Tierheim seit Anfang Mai gezählt.

„Es ist ganz ungewöhnlich“, beschreibt Christine Binder, Vorsitzende des Salzwedeler Tierschutzvereins, die Situation. Vermisstenfälle von Katzen würden im Normalfall deutlich weniger häufig auftreten. Um Haltern die Suche zu vereinfachen, veröffentlicht das Tierheim Zu- und Abgänge auf seiner Facebook-Seite: www.facebook.com/tierheim.salzwedel. Fundtiere können im günstigsten Fall über Tätowierungen oder andere Kennzeichnungen identifiziert werden.

Anders stellt sich die Lage im Ahlumer Tierheim dar. Dort wurden seit Anfang Mai sieben vermisste Katzen registriert. „Ein bisschen mehr als sonst, aber noch nicht dramatisch“, meint Mitarbeiterin Mona Hamborg. Das Ahlumer Tierheim steht jedoch in engem Kontakt mit den Kollegen aus Hoyersburg.

Wann immer irgendwo gehäuft Stubentiger verschwinden, kommt die Sprache auf Katzenfänger. Von Transportern, die die neugierigen Tiere mit chemischen Stoffen anlocken, ihnen Metallschlingen um den Hals legen, das Fell abziehen oder an Versuchslabore verkaufen. Manchmal auch in Verbindung mit einer ominösen Sperrmüllsammlung. Der Salzwedeler Polizei jedenfalls ist in diesem Zusammenhang nichts aufgefallen, brachte eine Nachfrage der Altmark-Zeitung zutage.

Mona Hamborg vom Ahlumer Tierheim ist sich da nicht so sicher und weiß zu berichten: „In Peine wussten die Leute bei Sperrmüllsammlungen schon Bescheid und ließen ihre Katzen dann nachts lieber drinnen.“

Von Jens Heymann

Kommentare